Teil eines Werkes 
1. Theil (1837)
Entstehung
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zwei Stockſtreiche erhalten hatte, und achtete nicht auf die einge⸗ brochenen Zähne und zerriſſenen Ohren Benvits; Guſtav fluchte, wurde zornig; der gnädige Herr wollte ihn gerade mit ſeinem Diener in's Gefängniß werfen laſſen, als glücklicherweiſe die Duenna von Madame dazu kam: ſie erkannte Guſtav für einen hübſchen jungen Mann, den ſie bei mancher Gelegenheit bedient hatte, und der die ihm geleiſteten Dienſte ſehr gut bezahlte. Sie nahm ihn in ihren Schutz, rettete ihn, und Guſtav verließ Spanien, da ihm ein Land entleidet war, in welchem die Geſetze nur für

Inquiſitoren, Mönche, Cortes und Bettler gemacht ſind.

In Deutſchland fand unſer Held liebenswürdige Frauen und rauchende Ehemänner. Er wohnte bei einer ſchönen Deutſchen, welche den Walzer mit Leidenſchaft liebte und jeden Tag irgend eine neue Figur erfand(denn in Deutſchland begnügt man ſich beim Walzen nicht bloß mit dem Drehen, wie es in Frankreich der Fall iſt). Die Wirthin Guſtav's ward nie müde; es war noch ärger, als mit Jean⸗Jean Courtepointe; während ſie walzte, machte ihr Gatte Muſik und Benoit nahm Unterricht in der Flöte bei dem Mädchen vom Hauſe, einer luſtigen Dirne, die alle Inſtru⸗ mente ſpielte, und an einem Quartett Theil nahm.

Aber der Walzer ermüdete Guſtav und die Flöte machte Benvit ſehr mager. Unſer Held verließ Deutſchland mit der Ueber⸗ zeugung, daß die Frauen hier von erſter Stärke im Tanzen ſind, und Benvit war vergnügt, Muſiker geworden zu ſein.Es iſt ein hübſches Land(ſagte er zu ſeinem Herrn), die Damen ver⸗ ſtehen einen ſogleich, ohne daß man deutſch kann; und die Männer! ſprechen Sie nur vor ihnen Haydn, Mozart aus, ſo reden ſie zwei Stunden fort, ohne Ihnen Zeit zum Antworten zu laſſen. Wer hat Dich dies gelehrt? Das dicke Mädchen, welches mich in der Flöte unterwies. Dies ſind die einzigen Worte, die ich deutſch gelernt habe, auch weiß ich nicht, was es ſagen will; allein, wenn Sie mit der Wirthin walzten, ſprach meine Flöten⸗