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Sof hörte; ein Bedienter meldete, daß der kleine Savoyar. ſo eben im Hötel angelangt ſei und mit Inſtändigkeit Herrn Guſtav zu ſehen verlange.
„Er mag kommen,“ ſagte Guſtav. Der gute Junge eilt her⸗ bei; er ſtürzt vor dem Bette des verwundeten Jünglings nieder, ergreift ſeine Hand und bedeckt ſte mit Thränen.
„O der kleine Duckmäuſer!“ ſagte Benvit ganz leiſe,„wie er den Scheinheiligen ſpielt! und dies Alles, um Jockey meines Herrn zu werden.“
Guſtav beruhigte den kleinen Commiſſionär über ſeine Ge⸗ ſundheit und fragte ihn aus, um zu erfahren, ob Benvit die Wahrheit geſagt habe.
Während Guſtav den Savoyarden ausfragte und Benvit einen Vorwand zu ſeiner Entſchuldigung ſuchte, betrachtete der
Oberſt den guten Jungen und ſchien ſehr in Gedanken verſunken.
Benvit ward ausgezankt, der Savoyarde für ſeine Anhäng⸗ lichteit an Guſtav belohnt, und man ließ den Kranken ein wenig Ruhe genießen.
Nach Verlauf von zehn Tagen war Guſtav's Wunde zuge⸗ heilt. Während dieſer Zeit hatte ſich der Oberſt nach dem Thun der Mavame Fonbelle erkundigt; er vernahm zu ſeiner Bekümmer⸗ niß, daß ſie nach einem ihrer Güter abgereist ſei. Dieſe Nach⸗ richt benahm ihm die Hoffnung, die Verbindung ſeines Neffen mit Eugenien wieder anzuknüpfen, denn Guſtav war nicht der Mann, der hinter einer Frau herlief, die ihn zu fliehen ſchien.
So wie Guſtav wieder hergeſtellt war, dachte er an alle Zu⸗ rüſtungen für ſeine Reiſen; er war entſchloſſen, ſich auf einige Zeit aus Frankreich, wo Nichts ihn band, zu entfernen: er hatte Madame Fonbelle zu Gefallen alle ſeine alten Bekanntſchaften ab⸗
gebrochen; Julie hatte von den Liebeshändeln Abſchied genommen; die Operntänzerinnen verführten unſern Helden nicht mehr; die kleine Liſe hatte einen Hutmacher geheirathe und begnügte ſich


