Teil eines Werkes 
1. Theil (1837)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

244

was man Ihr gegen mich ſagt, ſo darf ich den Verluſt ihrer Hand nicht bedauern. Um glücklich zu leben, darf man keine Ge⸗ heimniſſe vor einander haben; man darf beſonders Denen unſer Ohr nicht leihen, die unſte Ruhe zu ſtören trachten. Wenn Du in Eugenie ſehr verliebt wäreſt, würdeſt Du nicht ſo kalt ver⸗ nünfteln. Nun, ich ſehe, daß Du als Junggeſelle ſterben ſollſt. Nein, mein Oheim, nein.. ich werde mich verheirathen; ich will Ihnen dieſe Genugthuung geben, und weil ich hier keine Frau finde, die mich will, nun, ſo werde ich mich, ſowie meine Wunde geheilt iſt, auf Reiſen begeben. Ich gehe in die Schweiz, wo man von den Frauen ſagt, daß ſie aufrichtig ſeien; nach England, wo ſie leidenſchaftlich lieben; ich werde die vier Welt⸗ theile beſuchen, wenn es ſein muß, und vielleicht am Ende eine Frau finden, die nicht davor erſchrecken wird, einen Leichtſinnigen zu heirathen. Aber mir fällt ein.. ich ſehe Benoit nicht!... Benovit!... Hier bin ich, Herr! Du haſt mich bewußtlos in den elyſäiſchen Feldern gefunden? Ja, Herr. Du haſt einen kleinen Commiſſionär bei mir ſehen müſſen... Der arme Kleine iſt in Ohnmacht gefallen, als er mich verwundet ſah... Ah! der Savoyarde von der Ecke? Ja, der kleine Sa⸗ voyarde.. Nun, antworte mir, was haſt Du mit ihm gemacht? Ich, Herr, gar nichts!... Wie, Schlingel, der Du biſt, Du haſt dieſes Kind verlaſſen, ohne ihm Hülfe zu leiſten? Herr er iſt durchgegangen, ſowie er mich erblickt hat.. Durchgegangen!.. und er lag bewußtlos.. O! verzeihen Sie mir, Herr, er ſang, als ich mit dem Wagen angekommen bin. Er ſang.. ſtatt Hülfe für mich herbeizuholen?. Benvit, Du lügſt!.. Der Herr darf nur meinen Papa fra⸗ gen, er wird Ihnen ſagen, daß ich gut erzogen bin, und daß Benoit, wenn der Savoyarde heute nicht vor dem Hötel er⸗ ſcheint ſo jage ich Dich fort. Aber, Herr Benvit ſuchte ſich zu entſchuldigen, als mau einen Lärm im