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Herr Benvit, der Portier des Hötels, eben ſo neugierig als ſchwatzhaft. Nachdem er das Hofthor aufgemacht hatte, rief er ſchnell ſeinen Sohn herbei. Dieſer war gerade aufgeſtanden, und eilt zu ſeinem Vater, den er wie ein Windſpiel in dem Hof auf und ab rennen ſieht, und der von Zeit zu Zeit durch das Fenſter ſeiner Loge, das auf die Straße geht, hinausblickt.
„Was gibt es denn, Papa?.— Geheimniß, mein Sohn, Verdächtiges im Benehmen des Herrn Guſtav.. Er geht ſo eben wie wüthend aus dem Hötel.. ohne mich einer Antwort zu würdigen.. Sieh da unten iſt er.. er ſpricht mit dem kleinen Commiſſionär.— Ah wahrlich! dies iſt ſein Günſtling, Sie wiſſen es wohl.— Warte. hier geht er fort.. und der Savoyarde folgt ihm.. Benvit, es iſt Dein Herr, Du mußt ihm ebenfalls folgen. aber von Weitem.— Ich habe keinen Hut...— Nimm meine ſchwarzſeidene Mütze. Geh ſchnell, verliere ſie nicht aus den Augen.. Du ſagſt mir dann Alles, was Du bemerkt haſt.— Seien Sie ruhig.“
Benoit war alſo Guſtav und dem Savoyarden von ferne nachgegangen. Er hatte angehalten, als ſein Herr den kleinen Jungen hatte warten laſſen; er hatte den Piſtolenſchuß gehört; er hatte geſehen, wie Herr Dubourg ſich entfernte, und war auf ihn zugelaufen, um zu erfahren, ob ſein Herr verwundet ſei; auf die bejahende Antwort war er gegangen, einen Wagen zu ſuchen, und langte einige Minuten, nachdem Guſtav ebenfalls das Bewußt⸗ ſein verloren hatte, auf dem Kampfplatze an.
Venvit bringt ſeinen Herrn mit Hülfe des Kutſchers in den Wagen, ſetzt ſich neben ihn und läßt den Fiaker wegfahren, ohne ſich um den guten Jungen, den er hülflos liegen läßt, zu be⸗ fümmern. Herr Benoit iſt rachgierig; es iſt ihm angenehm, ſich an Jemand, den er nicht liebt, rächen zu können. Die Dumm⸗ köpfe ſind gewöhnlich voll Groll; es iſt nur großen Seelen eigen, Beleidigungen zu vergeben und Böſes mit Gutem zu ver eiten


