Guſtav lachte über die Furcht, welche ihm Benoit eingejagt hatte, denn er hatte ihn für ſeinen Oheim gehalten. Wenn er indeß auf die Begebenheit des Abends zurückkam, wenn er an
Julien dachte, die er in einer ſo kritiſchen Lage gelaſſen hatte,
ſo wurde er ernſthaft und nachdenklich.„Was wird ſie gemacht haben?“ Auf dieſe Frage brachten ihn ſeine Betrachtungen immer wieder zurück. Er war zwar überzeugt, daß die Frauen, die
immer Geiſtesgegenwart haben, ſich aus den ſchwierigſten Um⸗
ſtänden zu ziehen wiſſen; allein es gibt Fälle, wo der ganze weibliche Scharfſinn nichts mehr vermag, und Frau von Berly befand ſich gerade in dieſer verdrießlichen Lage.
Da indeß der Charakter unſeres Helden nicht von der Art war, daß er ſich lange hätte betrüben können, ſo ergriff er ſeine Partie, bedachte, daß ſeine Seufzer nichts an dem Vorgefallenen ändern würden, und überließ ſeinem guten Stern das Geſchäft, die Sache wieder in Ordnung zu bringen.
Endlich langt man in Ermenonville an, kommt über mehrere Brücken(es gibt viel Waſſer in dieſer Gegend), und ſieht vor einem ländlichen Hauſe, das man in Paris eine Barake nennt. Lukas findet die Sprache wieder, als er ſich vor ſeiner Wohnung ſicht, und Zephir ſeine Beine, wie er ſich dem Stall nähert.
„Hier ſind wir.. potztauſend! ich war nicht ohne Mühe angekommen... ich wette, Jedermann ſchläft.— Nun denn! Vater Lukas, ſo werden wir Jedermann aufwecken.“
Man ſteigt vom Pferde; Guſtav und Benoit poltern wie Taube, während Lukas wie beſeſſen ruft: Marie⸗Hanne!. Suschen!. Nikolas Toupet!...“
„Und güter Frau ruft Ihr nicht?“ ſ Guſtav.
„Ol! nicht ſo dumm!... Ich will ſie nicht aufwecken, ſie wäre mir böſe!..„Holla! Marie⸗Hanne Nikolas!
Endlich öffnet man ein Dachfenſter.„Seid Ihr's?“ fragt
um', mach'
eine rauhe,
heiſere Stimme.—„Ia doch, Nifolas;


