Der Oberſt folgt Benoit, der ihn nur mit Zittern führt; Herr von Berly bereitet ſich ſeinerſeits vor, ſeine Frau zu über⸗ raſchen, die ihn erſt den folgenden Tag erwartet. Man ſagt ihm, Madame liege im Bett und ſei krank; allein nichts hält ihn auf; wenn er ſich etwas in den Kopf geſetzt hat, ſo vermag nichts ſeinen Sinn zu ändern, und, überzeugt, daß er ſeiner Ehehälfte eine angenehme Ueberraſchung verurſachen werde, geht er raſch auf ihr Gemach zu.
Das Schlafzimmer der Frau von Berly war im erſten Stock und ging auf den Garten; Herr von Berly tritt in das anſtoßende Kabinet... er will weitergehen: die Thüre iſt von innen ver⸗ ſchloſſen; ai Herr von Berly, der mit feiner Frau nicht im gemeinſchaftlichen Schlafziminer wohnt, Peſitzt einen Dodvel⸗ ſchlüſſel, um bei Nacht, wenn ihn die Piebe wach erhält, das Lager ſeiner Gatt Gaſtin theilen zu können.
Gs iſt ein ſchreckliches Ding um einen Doppelſchlüſſel!.
er ſetzt vielen Gefahren aus. Indeß war ein Riegel an der Chine, allein man hatte nicht daran gedacht, ihn vorzuſchieben: man war ſo ruhig!. man glaubte den Gemahl ſo weit!... Unheilvolle Unvorſichtigkeit!
Herr von Berly geht gerade auf das Bett von Madame zu
zieht den Vorhang weg... und küßt den Hintern Guſtav's, indem er den Buſen ſeiner Ehehälfte zu küſſen glaubt. Das Haupt Meduſa's, Euriale's, Scylla's, die Augen des Baſilisken, des Sphynx, die Zähne des Cerberus, die Klauen Aſtaroths hätten geringern Eindruck auf den armen Ehemann hervorgebracht, als der Hintere Guſtav's. Er ſteht unbeweglich mit ſtarren Augen offenem Munde... ausgeſtreckten Armen. Julie hat ſich unter die Bettdecke verſteckt; allein Guſtav, der den Kopf nicht verliert,
erhebt ſich, ergreift auf gut Glück einige Kleidungsſtücke, öffnet*
das Fenſter und ſpringt in den Garten; er ſpringt gerade auf den
Rücken ſeines Oheims, der, nachdem er ihn vergebens in ſeinſem 2


