Ganz dem Glücke hingegeben, beiſammen zu ſein, wollen Guſtav und Julie daſſelbe auch recht genießen. Fräulein Aurelie fühlt ſich unbehaglich und hütet das Zimmer: dieſer Umſtand ver⸗ mehrt die Sicherheit. Frau von Berly erklärt, daß ſie ſich gleich⸗ falls nicht wohl befinde; ſie will ſich deßhalb in ihre Gemächer einſchließen und befiehlt den Bedienten, alle Perſonen, die etwa kommen möchten, abzuweiſen.
Nachdem die Sachen ſo angeordnet waren, ging Madame in ihr Schlafzimmer, wozu der Eingang den Ungeweihten unterſagt iſt, zurück. Was Guſtav betrifft, ſo iſt dieſer ohne Zweifel eben⸗ falls unwohl, denn er hat Benvit verboten, ihn in ſeinem Zim⸗ mer zu ſtören.
Man war gerade in den längſten Sommertagen, wo die Nacht erſt nach neun Uhr hereinbricht. Es war kaum acht Uhr, als ſich ein Fremder bei Herrn von Berly zeigt: die Diener kün⸗ digen ihm an, daß er mit Niemand ſprechen könne, daß Madame krank ſei und der Herr ſich für zwei Tage auf der Jagd befinde.
„Ei! tauſend Patronen,“ rief der Oberſt Moranval(denn er war es ſelbſt),„ich bin nicht gekommen, um wieder fortzugehen: wenn von Berly nicht da iſt, werde ich ihn erwarten; ich quartire mich im Haus ohne Umſtände ein.“
Der Oberſt hatte einen Ton, der keine Bemerkungen ge⸗ ſtattete: die Diener laſſen ihn eintreten; er gewahrt Benvit im Hof:„Ei ſeht, dies. dies ſind Sie, Herr Oberſt?— Ja, mein Junge; man erwartete mich nicht hier?— Meiner Jren
nein, Herr.— Wo iſt mein Neffe?— Herr Oberſt, er iſt krank,
wie er mir dieſen Morgen geſagt hat; er iſt zu Hauſe. wo er ohne Zweifel ſchläft, denn er hat mir verboten, ihn zu beun⸗ ruhigen.— Und Frau von Berly?— Sie iſt unwohl... ſie hat ſtreng befohlen, man ſolle nicht in ihr Zimmer gehen..— Aber Fräulein Aurelie, ich hoffe, daß ich ſie werde ſehen können. ich denke, ſie wird weder auf der Jagd, noch frank ſein?— Im


