ſie einen Freudenruf ausſtoßen hören..— Ach! Madame hat ſo eben einen hineingebracht.— Nun wohlan, ich will Eure Stärke ſehen.. WMeine Frau, laſſe anzünden; ich will mit Euch die Rummelpartie ſpielen.“
Frau von Berly ließ anzünden. Man ſpielte, Herr von Berly machte die Rummel, wie er es gewünſcht hatte; Guſtav war be⸗ müht, ganz verkehrt zu ſpielen; Julie hatte keine ſichere Hand, der Herr Gemahl gewann alle Partieen und war entzückt dar⸗ über... dies iſt immerhin ein Erſatz.
Fränlein Aurelie theilte die Freude ihres Oheims nicht. Die Manieren Guſtav's mit Julien ſchienen ihr von anſtößiger Ver⸗ traulichkeit: die Kälte des jungen Mannes, wenn ſie mon coeur soupire(mein Herz ſeufzt) ſang, kam ihr ganz außerordentlich vor. Sie wagte ihrem Oheim nichts zu ſagen; allein ſie fing an, Julie und Guſtav zu belauern, und wünſchte, ohne gerade zu wiſſen warum, irgend Etwas zu entdecken.
Der Hintere Benvit's war geheilt, allein der arme Teufel war darum nicht weiter; nun übte er ſich, um auf der Reiſe einen ähnlichen Vorfall zu vermeiden, alle Morgen im Reiten und fing an, ſich eiwa beſſer auf dem Pferde zu halten.
Herr von Berly hatte dem Oberſten Moranval einen langen Brief geſchrieben, in welchem er ihm die erbauliche Art ausein⸗ ander ſetzte, wie ſein Neffe ſich betrug, ſeine tugendhafte Liebe zu Fräulein Aurelien, ſeine Gefaig gegen ſeine Frau und ſeine Freundſchaft gegen iit
Der Oberſt Moranval erwiederte Herrn von Berly, er ſei entzückt darüber, daß Guſtav ſich gebeſſert habe. Da ſeine Gicht⸗ ihn ein wenig in Ruhe laſſe, ſo werde er zu ihm kommen und die Heirath abſchließen; man dürfe aber ſeinem Neffen nichts da⸗ von ſagen, weil er denſelben durch ſeine unerwartete Ankuuft überraſchen wolle.
So ſtanden die Sachen, als man Herrn von Berly eines


