Teil eines Werkes 
1. Theil (1837)
Entstehung
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Flamme lodert ſchon in ihren Adern... ſie kann nur Zärtlich⸗ keit mit Zärtlichkeit, Liebe mit Liebe vergelten.

„Meine Frau! meine Frau!“ ruft Herr von Berly aus(der, wie man weiß, vom Billard nur durch einige Bäume und eine Hagenbuchenmauer getrennt war, welches hinderte, einander zu ſehen, nicht aber einander zu hören),„ich bin ſo eben völlig zum Schneider gemacht worden; dies iſt das erſte Mal, daß es mir vorkommt!... Und ihr Andern, geht es gut bei Euch?— O freilich, mein Herr,“ erwiedert Guſtav, denn ſeine Gefährtin hatte nicht mehr die Kraft, zu ſprechen;„wir ſpielen dieſen Abend

ſehr gut... Ihre Frau Gemahlin macht bedeutende Fortſchritte...

— Deſto beſſer! deſto beſſer! ſo wird ſie wenigſtens, wenn ich mit ihr ſpiele, auch ſtark ſein; lehren Sie ſie beſonders das Donble; das iſt hübſch!— Dies thne ich gerade in dieſem Augen⸗ blicke, mein Herr!“

Die Partie war ohne Zweifel lang, denn Guſtav und Julie kamen erſt in dem Augenblicke, als man ſich zum Nachteſſen an die Tafel ſetzte, in den Salon zurück. Frau von Berly hatte ſehr rothe Augen, Guſtav war frendeſtrahlend; Vergnügen und Glück glänzten in ſeinen Blicken.

„Nun denn!“ ſagte Herr von Berly,„habt Ihr Euch recht geübt? wer hat die meiſten Partieen gewonnen?— Ah, ich glaube Madame..— Bah! gehen Sie, Sie werden es aus Galanterie

gethan haben!. ſie kann noch nicht ſo ſtark ſein, als Sie, haben einen prächtigen Stoß und blokiren faſt eben ſo

denn fi gut als ich! Nicht wahr, meine Fran, ich blokire gu Wenn

daran komme— Ja, miein Freunß) aber nicht ſo gut, als Herr Guſtav.— Gehe, Du willſt Deinem Lehrer ſchmeicheln. Aber Du ſcheinſt mir ſehr ermüdet... In der That, das Billard iſt ein ſehr ermüdendes Spiel; immer ſtehen, hin und hergehen. G(ſagte Desjardins) ich habe einmal drei Tage unausge⸗ ſett fortgeſpielt. wir waren zwei Wüthende!. man brachte