Teil eines Werkes 
1. Theil (1837)
Entstehung
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Alſo, mein Herr, werden Sie uns verlaſſen? Warum denn, Madame? Weil Sie Aurelien nicht lieben, ſo wird Ihnen dieſer Aufenthalt nicht länger gefallen können! Ach! Madame... ich werde mich erſt von Ihnen entfernen, wenn Sie mich fortjagen!... Welcher Einfall; wir werden entzückt ſein, mein Herr, Sie hier zu beſitzen; Ihre Gegenwart wird uns Vergnügen machen... uns... Allen; ich ſchmeichle mir überdies, daß wenn Sie Aurelien häufig ſehen... Ah! haben Sie die Gewogenheit, Madame, ſprechen wir nicht mehr hievon. Wohlan, es ſei für heute. Jetzt will ich Sie mit allen Annehmlichkeiten dieſes Gartens bekannt machen.

Guſtav bietet den Arm; man nimmt ihn an. Man durch⸗ läuft alle Irrgänge eines Gartens, der bei drei Morgen hält. Man beſucht ein kleines, ſehr finſteres, buſchiges Gehölz, wohin die Sonnenhitze nie dringt; man tritt in eine mit Moos tapezirte Grotte, wo Frau von Berly faſt alle Tage liest und arbeitet; man ſteigt auf einen Felſen, von wo aus man einen großen Um⸗

kreis überſteht; hierauf kommt man vor dichten Hagenbuchengängen an.Madame, ſagt Guſtav,was iſt denn dies für ein Ort,

den wir nicht beſuchen?... Ah! es iſt ein Labyrinth. Ein Labyrinth! o! wir wollen ſehen, ich liebe die Orte ſehr, in denen man ſich verirren kann!... Aber, mein Herr, ich weiß nicht, ob ich ſoll... Wohlan, weil Sie es wünſchen.

Die junge Frau bedachte, daß eine Verweigerung, in das Labyrinth einzutreten, ſchon Furcht verrathen würde, und daß Furcht ein Beweis von Schwäche ſei. Da ſie Guſtav nicht errathen laſſen wollte, was ſie vielleicht fürchtete, ſich ſelbſt zu geſtehen, gab ſie ſeinem Wunſche nach. Zudem hat ihr dieſer junge Mann nichts Anderes, als jene Dinge geſagt, die man jeder Frau ſagt: er hat ihr kein Geſtändniß abgelegt, das beunruhigen könnte: allerdings ſind ſeine Augen ſehr ausdrucksvoll!.. ſie ſuchen fortwährend die ihrigen; ſie ſind zärtlich, feurig, beredt; vielleicht