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Geben Sie Aurelien die Hand, mein Freund; und Sie, meine Nichte, lächeln Sie doch ein wenig... O! ſie hat eine Schüch⸗ ternheit!...(Leiſe zu Guſtav). Die uſu ſelbſt!.. aber der Teufel muh nichts dabei!...“
Man begibt ſich in den Speiſeſaal; Guſtav erhält ſeinen Platz zwiſchen Frau von Berly und Fräulein Aurelie:„Wenigſtens wird mich,“ ſprach er bei ſich ſelbſt,„die rechte Seite entſchä⸗ digen, wenn mich die linke langweilt.“
Während des erſten Gangs läßt Herr von Berly, der ein ebenſo großer Eſſer als großer Jäger iſt, ſeinen Zuhörern ein wenig Ruhe. Seine Frau kann ſich nun mit Guſtav unterhalten, der über ihren Geiſt, ihre Heiterkeit und ihre Liebenswurdigkeit ent⸗ zückt iſt. Die Nichte ſpricht wenig, wenn ſie aber etwas ſagt, ſo geſchieht es mit einer Ziererei, einer Affektirtheit und Geſuchtheit, welche die unter dem Schleier einer falſchen Beſcheidenheit ver⸗ borgenen Anſprüche hinlänglich an den Tag legen.
„Ei, mein Freund,“ ſagte Herr von Berly, während ſeine Frau ein prächtiges Stück Geflügel vorſchnitt,„der große Kerl, den ich unten am Eingang in den Küchengarten Sauerampfer zupfen ſah, gehört ohne Zweifel Ihnen zu?...— Ja, mein Herr; ich hatte vergeſſen, Ihnen davon zu ſprechen; allein ich bin erſtaunt, daß er ſich erlaubt hat...— Potztauſend, es macht nichts, daß er Sauerampfer zupft!... ich hoffe, daß er ſich Alles von meinen Leuten verabfolgen zu laſſen wiſſen wird, was er bedarf.— Ich fürchte, mein Herr, er möchte hier irgend eine Dummheit machen; denn er iſt ein ſehr einfältiger Bengel, den mein Onkel liebgewonnen hat.— Gut! gut!. er wird ſich ſchon beſſer machen!. alle meine Leute hier haben Verſtand!.. ich liebe dies; und dann ſagt man, wie der Herr, ſo der Diener.“
Guſtav lachte innerlich über die Tölpelei des Herrn von Berly, der es nicht bemerkte, daß er, während er ſich ein Compliment machie, ihm eine Grobheit ſagte. Er war ſchon eniſchloſſen,


