Teil eines Werkes 
1. Theil (1837)
Entstehung
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ſtanden.. ich war der Liebling der Schönen; aber jetzt bin ich geſetzt!... fragen Sie nur meine Frau!... Ha ſo, jagen Sie? ich bin nämlich ein großer Jäger!... o dies iſt noch eine Leiden⸗ ſchaft! ich bringe ganze Tage in den Wäldern in Verfolgung des

Rehbocks und der Haſen zu... Aber ich ſchieße auch!.. Ah! ich ſchieße nicht übel!... fragen Sie nur meine Frau! Was mich betrifft, mein Herr, ich jage nur... Sie jagen? bravo!

wir werden famöſe Streifzüge machen!... Sie werden meine Gehölze bewundern: ſie ſind gut mit Wild verſehen; ich habe eine

herrliche Meute!... und Flinten, die nie verſagen... Aber es

ſcheint mir, daß die Stunde des Mittageſſens gekommen iſt: mein Magen täuſcht mich nicht. Begeben wir uns alſo zur Tafel und dort wollen wir nähere Bekanntſchaft machen; wir werden ſchwatzen und plaudern, mein Freund, mit dem Glas in der Hand: dies iſt die wahre Manier!... Ich ſehe, daß Sie ein junger Mann von Geiſt ſind; es wird mir viel Vergnügen gewähren, mit Ihnen zu plaudern.

Man kommt in's Haus. Während Herr von Berly ſeinen Bedienten Befehle ertheilt, und dem Gebrauch zufolge einen Blick in die Küche wirft, reicht Guſtav Madame den Arm und geht mit ihr in den Salon. Eine junge Perſon ſitzt am Piano.Hier iſt, ſagte Frau von Berly,Fräulein Aurelie.

Himmel!... welch ein Unterſchied zwiſchen der Tante und der Nichte! Und die Augen Guſtav's bezeugen Frau von Berly, was ſein Herz ſchon fühlte. Man ſtellte ſich, als gewahre man dieſes ſtumme Geſtändniß nicht; aber der junge Mann bemerkte, daß man über dieſen Vorzug keineswegs böſe ſchien.

Fräulein Aurelie war groß, ſteif und gezwungen; ihr Geſicht hatte nichts Uebles, allein noch weniger etwas Angenehmes; ihre

Augen waren groß, aber hervorſtehend, mit der Stirne gleich, ihr

Mund aufgeworfen, ihre Naſe lang und gebogen, ihre Haut mehr gelb als weiß: ein ſpröder Anſtrich, der über ihre ganze Perſon