Teil eines Werkes 
1. Theil (1837)
Entstehung
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ihn beſtimmte Aurelie ſei, bleibt er ſtehen, um ſie zu betrachten. Glücklicher Guſtav! mit welchem Vergnügen bewundert er einen reizenden Mund, einen roſigen Teint, eine wohlgeformte Naſe, eine grazienhafte Stirne von ſchönen blonden Haaren beſchattet, einen eleganten Wuchs, gerundete Formen, einen kleinen Fuß, der die Erde kaum zu berühren ſchien und einen Buſen, wovon iede Bewegung das Herz unſeres Helden heftig ſchlagen machte! was die Augen betrifft, ſo konnte er ſie nicht ſehen, weil ſi⸗ auf das Buch geſenkt waren; aber er errathet ſie, er fühlt zum Voraus ihren Ausdruck, ihre Sanftheit, ihre Ueppigkeit. Da er ſeiner Bewegung nicht länger widerſtehen konnte, tritt Guſtav näher.. die junge Frau hört ihn, ſie wendet ſich von ihrem Buche ab und

blickt ihn an..Ich wußte es gewiß, dachte Guſtav,die ſchön⸗ ſten Augen von der Welt!

Was wünſcht der Herr? ſagte eine Stimme, die bis in's Herz des jungen Mannes wiedertönte(der überdies, wie Sie wiſſen, ein ſehr leicht zu entflammendes Herz hatte).Verzeihung.. mein Fräulein ich wollte ich kam aber in Wahrheit, ich ſuche nichts mehr, ſeit ich Sie gefunden habe.

Die junge Perſon, die bei dem Namen Fräulein gelächelt hatte, ſchien von dem Eindruck geſchmeichelt, den ihr Anblick auf einen hübſchen Jüngling, der ſeiner Bewegung ungeachtet doch weder linkiſch noch verlegen erſchien, hervorbrachte. Vergebens behauptet man, das Herz, die Eigenſchaften, der Charakter ſeien die Hauptſache: ein hübſches Geſicht, eine angenehme Haltung und Anſtand verderben auch nichts bei der Sache. Fraget die Fräulein und ſelbſt die Frauen, ob man ſich nicht zuerſt hiedurch verführen läßt 2. Ich weiß wohl, daß, wenn man bloß bie vhyſiſchen Vortheile im Auge hat, man bald aufhört, zu gefallen; dies muß ſein; es iſt eine Compenſation für liebenswürdige Leute, die nicht ſchön ſind.

Ei, mein Herr, ſagte die junge Dame, nachdem ſie Guſtav