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„Vorwärts!“ ruft Guſtav ungeduldig.—„Nein, Herr!.. bin nicht ſo dumm!...— Wie, nicht ſo dumm? ich ſage Dir, Du ſolleſt näher kommen!— Herr, ich kenne meine Pflichten zu gut, und ich werde es nicht thun!...— Ich befehle es Dir
aber, Erztölpel!...— Dies iſt gleichgültig, Herr; ich weiß, welchen Reſpekt ein Diener ſeinem Herrn ſchuldig iſt... und ich reite nicht vorwärts!... Verdammter Dummkopf! ich muß
alſo zu Dir kommen!...
Guſtav ſpornt ſein Pferd und reitet auf Benvit zu, deſſen Thier erſchrickt, einen Seitenſprung macht und ſeinen Reiter in den Chauſſeegraben wirft. Der große Kerl ſteht weinend wieder auf und iſt ſehr mißvergnügt über die Folgen ſeiner Pflichttreue. Guſtav zieht ihn am Ohre, damit er wieder auf's Pferd ſteigt, und zwingt ihn endlich, bei ihm zu bleiben.
„Vorwärts, Benoit, jetzt wirſt Du mich anhören, hoffentlich? e Wie, großer Ein⸗ faltspinſel, Du weinſt?..— Herr.. ich glaube, ich bin ver⸗ wundet.— Wo denn?— Herr am. am..— Aber wo deun?.. wirſt Du ſprechen?..— Herr. es iſt zwiſchen dem obern Theil der Schenkel und dem untern Theil der Lenden.— Dummkopf! kannſt Du nicht ſagen am Hintern?.— Herr,. ich fennt meinen Reſpekt und meine Pflicht.— Dieſer Schlingel da wird mich mit ſeinen Pflichten noch raſend machen. Vorwärts, Du kannſt in dem Landhauſe, wohin wir jetzt kommen, warme umſchläge auf Deine Hinterbacken machen laſſen. Jetzt antworte mir; kennſt Du dieſen Herrn vön Berly?.. haſt Du ihn bei meinem Oheim geſehen?— Freilich, ja, Herr!— Was iſt es für ein Mann?— Ei, Herr. es iſt ein Mann. weder groß noch klein.. weder ſchön noch häßlich...— Sein Alter?— Weder jung noch alt, Herr!— Nun bin ich gut unterrichtet! und ſeine Nichte? welches Geſicht, welches Alter, welche Haltung? — Aber, Horr, was dies betrifft.. ich erinnere mich nicht, eine


