Aurelie ſehen, welche ich Dir beſtimme.— Aber, mein Oheim, ich kenne weder Herrn von Berly noch ſeine Nichte.— Du wirſt
Bekanntſchaft machen. Von Berly iſt ein guter, runder Mann,
den ich ehemals gekannt habe, als er Lieferant unſerer Armeen war. Ueberdies wirſt Du erwartet; potztauſend, Du wirſt gut aufgenommen werden.— Aber Sie, mein Oheim?...— Ich! Du ſiehſt wohl, daß ich jetzt nicht von der Stelle rücken kann; mein verdammtes Zipperlein hält mich in Paris zurück; ſowie es mich aber in Ruhe läßt, werde ich abreiſen und zu Euch kommen. Mittlerweile wird man mich ſchon entbehren; Ihr beluſtigt Euch, geht auf die Jagd; denn von Berly iſt ein großer Liebhaber der⸗ ſelben!...— Nun, mein Oheim, weil Sie es wollen, reiſe ich ab. Ich will Fräulein Aurelie ſehen!...— Du wirſt es nicht bereuen, Schelm... Weil Du vernünftig wirſt, will ich Deine vergangenen Tollheiten vergeſſen. Hier ſind hundert Louisd'or für Deine Reiſe und zu Deinem Vergnügen auf dem Schloſſe Berly's. — Ach, mein lieber Onkel, welche Güte!— Aber mein Neffe, keine Luftſprünge, keine Duelle, keine Entführungen und Ver⸗ kleidungen mehr!... Brechen Sie gänzlich mit den Putzmacherinnen und Operntänzerinnen!... beſonders beſuchen Sie die kleine Liſe.. den Gegenſtand ihrer erſten Liebe! nicht mehr;... ſie iſt es, die Sie auffordert, mir nicht zu gehorchen!— Nein, mein lieber Onkel! o! ich ſchwöre Ihnen...— Kurz, mein Herr, werden Sie geſetzt, oder ich erkläre Ihnen, daß ich im Ernſt böſe werde, und daß ich Strenge anwende, um Sie anders zu machen.— Es iſt aus, mein Oheim, ich bin gebeſſert.. Nimm meinen Schimmel! Es iſt 10 Uhr; Du wirſt noch vor dem Mittageſſen auf dem Schloß anlangen. Ich habe Benvit befohlen, Deinen Mantelſack zu rüſten. Er wird Dir folgen, als Dein Diener, an der Stelle des liederlichen Dubvis, den ich fort⸗ gejagt habe.— Wie, mein Oheim, Benvit, der Sohn ußſeres Portier? Aber dieſer Kerl iſt dumm, wie eine Gans!.— Deſto


