Teil eines Werkes 
1. Theil (1837)
Entstehung
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Ermenonville. Iſt es das Dorf, welches ich hier ſehe? Nein, dies iſt erſt Monfontaine; wir haben noch anderthalb Stunden zu machen. Was mich beunruhigt, iſt, daß es ſchon Nacht wird, und ich habe Furcht vor Räubern und Wölfen. Fürchtet nichts, ich werde Euch vertheidigen.

Wie unſere Reiſenden dieſes Geſpräch zu Ende brachten, hörten ſie Pferdegalopp hinter ſich. Es war ſchon ſehr dunkel. und man konnte auf die Ferne Nichts mehr unterſcheiden. Das Getöſe kam immer näher; die galoppirenden Perſonen waren nicht mehr weit von unſern Reiſenden entfernt. Auf einmal ſchien der junge Gefährte des Vater Lukas von einem plötzlichen Schrecken ergriffen.Donnerwetter! rief er aus,man verfolgt mich.. nur ſchnell voran, mein Braver, man muß ihnen entkommen... Sie verfolgt man?... wie? wegen jenes Vogels, auf den Sie im Hemde Jagd machten?.. Gleichviel, warum es ge⸗ ſchieht; ich werde es Euch erzählen... Vorwärts, wir müſſen durchaus Boden gewinnen; alsdann wird uns die Nacht be⸗ ſchützen.

Ohne die Meinung des Bauern abzuwarten, ſtoßt, drängt, überhäuft der junge Mann das arme Thier mit Schlägen, und zwingt es, den Galopp anzuſchlagen. Vergebens jammert, flucht und ſchreit Lukas, daß man ihm ſein Reitpferd zu Grunde richten werde, ſein Gefährte hört nichts, als den Hufſchlag der ihn ver⸗ folgenden Pferde, die bereits auf dem Punkte ſind, ihn zu erreichen. So durchrennt man Monfontaine; Zephir kennt ſich nicht mehr; da er an eine ſolche Behandlung nicht gewöhnt iſt, überläßt er

ſich einer edeln Wuth; er ſchlägt hinten aus, macht allerlei Sprünge, beißt um ſich, zerreißt den Zaum and entführt ſeine Reiter nach einer Pfütze, wo ruhig ein Dutzend Enten ſchnatter⸗ ten. Lnkas ſchreit:Halt! halt! Hinter unſern Reiſenden ruft

man:Haltet an! haltet an! Unſer junger Mann lacht und 3 flucht zu gleicher Zeit. Enblich kommt Zephir wirklich in