Teil eines Werkes 
4. Band (1870)
Entstehung
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es daher dem General Trochu und zeigte ihm an, daß es ihm recht ſein würde, wenn einer der franzöſiſchen Offfziere herüber käme, um ſich von der Lage der Loire⸗Armee zu überzeugen.

Der General Trochu lehnte dieſes höfliche Anerbieten in ſehr kühler Weiſe ab und that, als glaubte er nicht im Entfernteſten an die Möglichkeit einer Niederlage ſener Armee, auf welche Frankreich ſo große Hoffnungen gebaut hatte. Dennoch wagte er länger als vierzehn Tage keinen ferneren Ausfall, und auch die Forts unterhielten ein verhältnißmäßig geringes und ſeht un⸗ ſchädliches Feuer.

Während aber hier für einige Zeit Ruhe war, bereiteten ſich daheim in dem lieben Vaterlande die wichtigſten Dinge vor. Deutſchland hatte geſehen, wie groß es durch ſeine Einigkeit ge⸗ worden war, und wünſchte einem ſo glücklichen Zuſtande ewige Dauer zu verleihen. Die Südſtaaten, Bayern, Würtemberg und Vaoden, erklärten freiwillig ihren Anſchluß an den bisherigen norddeutſchen Bund. Doch noch mehr. Die geſammten Fürſten Deutſchlands erkannten an, daß dieſes neue ſo herrlich geeinigte

Deutſchland eines gemeinſamen Oberhauptes bedurfte, und wer wäre dazu berufener geweſen, als König Wilhelm von Preußen?. Denn erſtens war er der älteſte aller Monarchen der deutſchen Staaten, ein langes Leben reich an Thaten, reich an ſchmerz⸗

lichen und freudigen Erfahrungen lag hinter ihm, und dazu

beſaß er noch die volle Kraft der Iugendlichkeit die friſcheſt Begeiſterung für das Wohl und die Größe des Vaterlandes, unermüdlichen Thatendrang, wo es galt, Deutſchland frei und groß zu machen und ihm Macht und Anſehen in allen Ländern zu gwinnen.

Aber er hatte noch mehr. Er hatte einen Sohn, der der würdige Erbe ſo hoher Glücksgüter war, auf den man mit eben ſo viel Hoffnung blicken konnte, wie man auf ihn ſelber mit Vertrauen ſah, er hatte Bismarck, den genialſten und krügſten Staatsmann der Zetztzeit, an ſeiner Seite, hatte vortrefflich geordnete Finanzen und ein Heer, deſſen Organiſation ſeines Gleichen ſucht.