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Der Pater ſchob ihm auch das andere Slas hin, und Schack leerte es auf einen Zug.
— Wie alt wäre wohl jetzt Ihre Tochter? fragte der Pa⸗ ter dann.
— Meine Beate? laſſen Sie ſehen ſie war im Juli gebo⸗ ren, es ſind ſiebzehn Jahre her, jetzt wäre ſie ſiebzehn und ein halbes.
— Und war das Find, welches Ihr als Leiche ſahet, wirk⸗ lich Ihr Kind?
— Ja, warum wollen Sie nun das wiſſen, Herr Pater?
— Weil ich Ihnen gerne dieſes Geldſtück zu verdienen geben möchte, Herr Schack.
— Ach ſo, ja, die Zeiten ſind verdammt ſchlecht. Nun denn alſo, da Sie es ſo gut mit mir meinen, ſo will ich Ihnen die Wahrheit ſagen. Ja, das war wirklich meine kleine Beate. Ich hätte es nicht ſo genau gewußt, denn ich wollte mir den Schmerz vertrinken, ſehen Sie, aber meiner Frau ihre Schweſter lebte da⸗ mals noch, und die hatte das Kind lieb, und ging hin und ſah es ſich an und ließ es auch begraben, und die hat es mir unter Thränen geklagt, daß unſere kleine Beate todt war.
Der Pater runzelte die Stirn. Es war alſo eine Möglich⸗ lichkeit, daß Schacks Kind geſtorben war, und daß Alice, Anto⸗
nina Undentinos Tochter, noch lebte. aber wo, aber wie? das war die Frage. Doch nahm er ſich jetzt nicht die Zeit, darüber nachzudenken
— Damit iſt Ihnen ein ſchändliches Unrecht geſchehen Das Kind wurde doch ohne Frage auf Befehl des Herzogs von Mon⸗ talto in das Woſſer geworfen, ſagte er.
— WMeinen Sie? fragte Schack. Ja, ſehen Sie, ich habe es niemals recht begriffen, warum eigentlich Peter Godard mein Kind mit ſich nahm, da er doch ſchon die kleine Betty hatte, ſeine Enkelin, die immer mit Alicechen ſpielte.
— Das will ich Ihnen erklären. Der ſchlaue Herr, der Her⸗ zog von Montalto wollte alle Welt glauben machen, Alice Un⸗ dentino ſei todt, und um das zu beweiſen, mußte doch eine Kinder⸗ leiche da ſein. Die einzige Enkelin mochte Pater Godard aber nicht zum Opfer bringen, da ſchien ihm Ihre Beate gut genug dazu.


