Teil eines Werkes 
3. Band (1870)
Entstehung
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aber das Alles ſchon von Verkommenheit, ſo war es ein Geruch von Branntwein, der ſeine Rähe faſt unleidlich machte.

Der Pater ſah ihn mit einem Blick der tiefſten Verachtung an, dann beſtellte er bei der Wirthin zwei Gläſer Schnaps und legte dem Manne die Hand auſ die Schulter.

Ha, Schack, ſchlaft Ihr am hellen Tage?

Der Mann richtete ſich ſchlaftrunken empor.

Ah, ſagte er, indem er ſich reckte, Sie ſind es? Pünkt⸗ lich wie der Teufel, wenn es ihm um eine arme Seele zu thun iſt. Verflucht! das Glas iſt ſchon wieder leer! Sie geben ſcheuß⸗ lich wenig Branntwein fürs Geld, ſeitdem Paris belagert iſt.

Hier iſt welcher, verſetzte der Pater und ſchob dem Trun⸗ lenbold eins der Gläſer zu, welche die Wirthin ihm brachte, ohne auch nur daran zu nippen.

Schack dagezen hielt das Glas gegen das Licht, als wolle er ſich zunächſt an dem Anblick ſonnen, dann ſtürzte er es mit Eins hinunter.

So, ſagte er und ſchnalzte mit der Zunge, das giebt Kraft, und nun, warum wollten Sie mich ſprechen, Pater Fuchs?

Ich heiße Venturo.

Ach was, Sie find Zeſuit, und alle Jeſuiten ſind Füchſe, man muß ſich vor ihnen in Acht nehmen.

um ſolchen Unſinn zu hören, habe ich Sie nicht her⸗ beſtellt.

Nun, nun, ich ſpaße ja nur. Im Grunde bin ich der beſte Kerl von der Welt und habe noch nie ein Kind beleidigt.

6ben von einem Kinde wollte ich mit Ihnen ſprechen.

Ach, kommt es auf die alte Geſchichte hinaus? Ich weiß es ja, Sie wußten darum, Sie hingen damals an dem Herzog, und wie oft habe ich Sie geſehen, wenn Sie abends um unſer Haus herum ſpionirten, und wie oft haben Sie mich ausgefragt, mit wem das Fräulein von Undentino umginge und was ſie machte. Wir Alle nannten ſie unter uns nur das Fräulein, ob⸗ ſchon der alte Peter Godard behauptete, ſie ſei ganz rechtmäßig verheirathet, ja, Sie ſelber hätten ſie getraut. Iſt das ſo, Pater Veniuro?

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