Teil eines Werkes 
3. Band (1870)
Entstehung
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Taube erreichte. ſo fehlte doch noch ein Mittel, Menſchen aus Paris und wieder dahin zurückzubefördern. Auch dies ſollte ge⸗ funden werden. Schon in den früheſten Zeiten hatten ſich die Menſchen bemüht, ein Mittel zu entdecken, um ſich in die Luft er⸗ heben zu können. Sie beneideten die Vögel, die ſich ſo frei im Aetherraum bewegten, ſie machten ſich Flügel von Wachs erhoben ſich auf Blaſen, die mit Luft gefüllt waren, aber all dieſe Ver⸗ ſuche blieben ganz unfruchtbar, bis im Jahre ſiebzehnhundert zwei und achtzig zwei franzöſiſche Brüder, Namens Montgolfieri, den Luftballon erfanden, der ſich durch Einfüllung einer Gasart, die leichter iſt, als die uns umgebende Luft, erhebt.

Dieſe Erfindung wurde nachher bedeutend vervollkommnet, doch niemals gelang es, das Luftſchiff zu ſteuern, man mußte es den Winden überlaſſen. Und nicht das allein. Das Herabfallen des Luftballons verurſachte jedes Mal bedeutende Schwierigkeiten. Das Gas, mit welchem die ſeidene Kugel angefüllt iſt, entweicht nicht gänzlich, ſie iſt deswegen immer noch leichter als die Atmos⸗ phäre und flattert über der Erde, ohne feſt darauf zu haften⸗ Nun wirft man Stricke heraus, und iſt glücklich wenn Menſchen da ſind, die ſie faſſen und halten, ader wenn man einen Anker um einen Baumſtamm werfen kann, fällt der Ballon aber auf den Ocean nieder, oder in die Hände der Feinde. was dann? In beiden Fällen ſind Diejenigen, die ſich in der Gondel befinden, verloren. Schon von Metz aus hatte man Ballons mit Briefen aufſteigen laſſen jetzt aber nutzte man dieſe Erfin⸗ dung noch ganz anders aus.

Gambetta, dem Alles daran lag neue Heere zu ſchaffen und ſie den Deutſchen gegenüberzuſtellen, ſuchte nach Mitteln, Paris zu verlaſſen. Er verſuchte es, ſich verkleidet durch die Belage⸗ rungslinie zu ſchleichen, doch überall begegneten ihm feindliche Soldaten, und zufrieden mußte er ſein, unerkannt wieder zurück⸗ kehren zu können.

Da faßte er den allerdings muthigen Entſchluß durch die Lüfte zu fliegen. Er ſtieg empor, begleitet von den Beifallrufen aller Pariſer. So weit es ging, ſah man ihm mit Opernguckern und Fernröhren nach bis er entſchwand. Aber die Luft war