Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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ſteckende Kranlheit ausgebrochen ſei, ich war überzeugt, daß ich mir dadurch Ihre Dankbarkeit erwerben würde..

— Dankbarkeit. Ihnen? rief Iduna, und ein Blitz von Stolz flammte in ihren ſonſt ſo ſanften Augen auf. Verlaſſen Sie mich, mein Herr! Mag der Herzog von Montalto Ihnen ſein Vertrauen ſchenken, ich werde es Ihnen nicht Dank wiſſen, daß Sie mir mein blühendes Kind in ſolch' einem Zuſtande zu⸗ rückbringen. Fort aus meinem Hauſe, Elender!

Mit dieſen Worten kehrte ſie ihm den Rücken und verließ mit Margarethen das Zimmer.

— Warte nur, knirſchte der Zeſuit hinter ihr her, dieſe Worte vergeſſe ich Dir nicht.

Er ging hinweg, hohnlachend und froh, aber ſein Kopf ſchmerzte, und eine beſondere Mattigkeit lag in ſeinen Glie⸗ dern

58. Kapitel.

Der Geheimnißvolle.

Selbſt inmitten des tiefſten Elends giebt Gott bisweilen dem Menſchenherzen einen Augenblick von Seligkeit, der ihn für kurze Zeit alle Leiden vergeſſen läßt. Solch einen Augenbück genoß die Fürſtin Gabriele Donato, als ſie in Arthurs Bruſt das leiſe Aufglimmen des ſchon erloſchenen Lebens wahrnahm. Sie hatte das Kind mit ſich in das Lazareth genommen und ſaß an ſeinem Lager. Wilhelm Friſchmuth, deſſen Schulterwunde ſo eben verbunden worden war, ſtand zu ſeinem Haupte und kühlte ihm die Fieberhitze durch feuchte Tücher, und Richard hielt ſeine Hand, und große Thränen rannen aus ſeinen Augen.

— Na, Junge, fing der Maſchinenbauer endlich an, ſag uns mal ehrlich, wie es mit Euch ſteht. Daß Ihr der alten H⸗e