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wieder vor ſeine Seele Was wußte dieſer Menſch— wenn es ein Menſch war— von Venturo's ſchrecklicher Vergangenheit, warum befahl er ihm ſo entſchieden, Margarethe ihrer Mutter zurück zu geben? 1
Als der Morgen kam, war der Pater Venturo entſchloſſen, dieſem Befehle keine Folge zu leiſten, er wollte nicht abgehen von dem einmal gefaßten Plan. Margarethe ſchonen, das hieß auch ihrer Mutter neues Leben wiedergeben, und war Iduna im Be⸗ ſitze ves einen ihrer Kinder, ſo konnte ihr leicht Muth und Kraft wachſen, nach ihren Knaben zu ſuchen, Helene zu beſchützen und alle dieſe mit ſo hölliſcher Schlauheit erfundenen Pläne zu durch⸗ kreuzen. Nein, Margarethe mußte ſterben langſam, wie er es zuerſt beabſichtigt hatte, oder, wenn es ſein mußte, ſchnell und plötzlich.
Am nächſten Morgen begab er ſich in das Kloſter. Ein Wort der Aebtiſſin, die ihm gänzlich ergeben war, genügte den Beiden, ſich in ihren Abſichten zu verſtändigen. Das kleine Mädchen hatte dieſe Nacht in einem weichen Bette und doch lange nicht ſo ſüß ge⸗ ſchlummert, wie in den Armen ihres Fiie Jetzt hoffte ſie, zu ihrer Mutter zurückgeführt zu werden, doch erhielt ſie auf ihre Fragen keine Antwort, und der Abend kam heran, ohne daß ſich ihr die Pforten des Kloſters geöffnet hätten. Sollte ſie wieder in den Keller hinunterſteigen? Sie war dazu bereit, wenn nur ihr Beſchützer wieder da war.
Indeſfen waren die andern Kinder zur Ruhe gegangen nur Mutgarethe ſaß noch in einem dunklen Winkel des großen Eß⸗ ſaales. Vielleicht hatte man ſie vergeſſen, es war kalt in dem großen hohen Raum, die Lampe flackerte und erkoſch dann gänzlich, das Kind ſchlich ſich in den matten Schein, der durch das Fenſter hereinbrach, und fand es hier noch unheimlicher als in dem Ratten⸗ keller. Bisweilen war es ihr, als huſchten Anheimliche Geſtalten an ihr vorüber, ſie ſchloß die Augen zu und konnte doch nicht ſchlafen, ſie zitterte vor Grauſen und Entſetzen.
Jetzt ſchlug es Zwölf. Die Glockentöne drangen ſchauerlich zu ihren Ohren, ſie wollte beten aber es ging nicht ſo gut wie
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