Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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fen, ich ſehe, daß wenigſtens von Ihrer Seite Alles in Ordnung iſt, wie es ja auch Ihre Bücher angeben müſſen. Legen Sie ſich ſchlafen, lieber Herzog, Sie ſind in der That auf dem Punkte, von Müdigkeit umzufallen.

Der Herzog von Montalto ging mit wankende Knieen hin⸗ aus. Er war entdeckt, er war verrathen, woher ſonſt dieſe Fragen?

Der Kaiſer blickte ihm nach.

— Pietri hat Recht, ſagte er, das iſt ein Schuldiger, und noch dazu Einer, den ſein Gewiſſen drückt. Nein, einem Schwäch⸗ ling kann ich mein Loos nicht anvertrauen ich muß Mac Mahon ſchonen, der hat wenigſtens die Liebe des Heeres. Wie

ſchade um den Herzog! Er war ein guter Geſellſchafter, und Eu⸗

genie zeichnete ihn aus. Es könnte auch noch Alles gut gehen, wenn der Polizei Präfect nichts wüßte, aber ſo werde ich ihn ſchwerlich halten können. Schade, ſchade, ich hätte den Herzog nicht für ſo ſchwach gehalten! Nein, mit dieſem Manne kann ich Mac Mahon kein Schach bieten.

57. Kapitel.

Die ſchwarze Peſt.

Der Pater Ventro hatte eine qualvolle Nacht zugebracht. Stets ſtand das Bild jener Mannes vor ſeiner Seele, den er ge⸗ mordet hatte, und der jetzt der Schutzengel e es dem Tode geweih⸗

ten Kindes geworden. Der ſchlaue und hinterliſtige Jeſuit war

wenig geneigt, an Geſpenſter zu glauben. Unruhig ging er in ſeinem ärmlichen Zimmer auf und ab, er ärgerte ſich über ſich ſelber.

— Offenbar, ſagte er, war es nur eine Aehnlichkeit, die mich täuſchte, er iſt ja längſt todt, ich war dabei, als er ſtarb, ich weiß es genau, daß kein Teufel ihn dem naſſen Grabe zu entreißen