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Geſchick in die Hände legen wollte! O vor einem Diebſtahl hätte er ſelber nicht zurückgebebt, ſolche Kleinigkeiten verzieh er ſeiner umgebung, aber er fürchtete den Polizeipräfekten. Wenn dieſer nach Beendigung des Krieges die Sache ruchbar machte, wenn er alsdann den Herzog von Montalto nicht vor einer peinlichen An⸗ klage zu retten vermochte, ſo fiel ein großer Theil der Schmach auf ihn und ſein Regiment, und das mußte in jedem Fall vermie⸗ den werden. Indem er noch darüber nachdachte, ließ ſich der Her⸗ zog von Montalto melden, und wurde ſogleich vorgelaſſen. Der Kaiſer warf einen ſcharfen Blick auf die veränderten Züge ſeines Generals.
— In der That, dachte ec, ſo ſieht ein Mann aus, der ein böſes Gewiſſen hat, Pietri hatte Recht, mich zu warnen. Aber wenn ich ihm nicht länger trauen kann, wem ſonſt wem ſonſt? Des Herzogs Fragen nach dem Befinden ſeines Gebieters waren aufrichtig gemeint. Mac Mahon hatte es nicht für der Vühe werth gehalten, daſſelbe zu thun.
— Aber Si Montalto, ſagte der Kaiſer, Sie ſehen nicht wohl und nicht heiter aus.
— Die Arbeit der letzten Tage. erklärte der Herzog.
— Ich weiß, fiel ihm Napoleon in das Wort, Sie ſind der eifrigſte meiner Generäle.
Ja, wenn Alle ſo thätig wären, es wäre beſſer um uns beſtellt.
— Es iſt Keiner unter uns, der nicht Eurer Majeſtät ganz ergeben wäre und Frankreichs Größe über Alles ſetzte.
— Mehr oder weniger, lieber Herzog, ich bin nicht von der Anhänglichkeit eines Jeden gleich feſt überzeugt, es giebt Leute, bei denen die Habſucht jedes andere Gefühl erſtickt, und die ſich nicht entblöden anvertraute Gelder zu unterſchlagen, Maga⸗ zine zu plündern und heimliche Unterſchleife zu treiben FIſt Ihnen unwohl, lieber Herzog?
— O nein, nein, ſtammelte der unglückliche Mann ich bin in mehreren Nächten in kein Bett gekommen, die Müdigkeit— ich fühle es erſt jetzt, überwältigt mich.


