Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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Wählen Sie jetzt, ich überlaſſe dieſe Angelegenheit dem Ermeſſen Eurer Majeſtät.

Der Varſchall verbeugte ſich tief und verließ dann mit feſtem, ſchallendem Schritte das Gemach. Der Kaiſer war außer ſich. So wagte es ein Mann zu ihm zu reden, der ihm Alles verdankte! War er denn noch der gefürchtete Herrſcher Frankreichs, oder hatte man aufgehört, ihn zu beachten, weil er hier krank im Lehnſtuhl ſaß? Aber das ſollte anders werden. Er hatte Mac Mahon groß gemacht, er konnte ihn ſtürzen. Zu dem Herzog von Mon⸗ talto hegte er das vollſte Vertrauen, der war ihm treu ergeben. ihn wollte er zu der höchſten Stelle erheben, ihm das Kommando der ganzen Armee anvertrauen.

der vor ihm liegenden noch uneröffneten Briefe fiel. Er erkannte ſogleich das Siegel der pariſer Polizei. Was mochte die ihm zu berichten haben? Er nahm den Brief und entfaltete ihn, er war von dem Präfekten Pietri. Dieſer meldete Beruhigendes über die Seſinnung und Stimmung der pariſer Bevölkerung, dann fuhr er folgendermaßen fort: Aber ſo hofſnungsvoll die hiefige Einwohnerſchaft auch bisher in die Zukunft blickte, wie würde ſie ſchäumen, wenn ſie erführe, auf welche gewiſſenloſe Weiſe einige habſüchtige Generale die ihnen anvertrauten Staatsgelder ver⸗ ſchwendet haben. Es iſt mir ſichere Kunde davon geworden, daß in dem militairiſchen Depot, welchem der Herzog von Montalto vorſteht, allein mehr als vierzigtauſend Gewehre fehlen. Schlim⸗ mer noch ſieht es mit den Mundvorräthen aus. Wo ife das Mehl geblieben, aus dem man auf vier Wochen Brot zu backen dachte, wie ſteht es mit dem Salz, der übrigen Dinge gar nicht zn gedenken? Der Herr Herzog von Montalto iſt ſicherlich ein

großer General, und als ſolcher der Gnade Eurer kaiſerlichen

Majeſtät würdig, aber ich fürchte, daß die ſtrafende Göttin der Gerechtigkeit ihm die Lorbeeren entreißen vird, die er ſich auf den Schla htfeldern zu erwerben denkt, um Rechenſchaft für an⸗ vertrautes Gut von ihm zu fordern

Und das war der Mann, dem Louis Vapoleon ſein ganzs

Er war im Begriffe, nach dem Diener zu klingeln, der ihm den Herzog von Montalto rufen ſollte, als ſein Blick auf einen

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