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Durcheinander, als hätte der Wind alle dieſe Dinge im Wirbel herumgetrieben und plötzlich über das Feid zerſtreut.
Und von Weitem leuchteten helle Fenſter, doch icht zu be⸗ haglicher Einkehr. Dort haben die Johanniterritte das rothe Kreuz aufgepflanzt In aller Eile ſind die Betten aufgeſchlagen, Schmerzenslager für Verwundete oder Sterbende. Schnell macht der Eine dem Andern Platz man hat hier keine Zeit, dem Tod⸗ ten die gehörige Achtung zu erzeugen, denn immer neue Kranke bringen die Truppen herbei, andere ſchleppen ſich ſelber mühſam
bis dahin, die Aerzte ſind bleich vor Arbeit und Aufregung, die
Krankenpfleger eilen hin und her, die Herren mit dem rothen Kreuze theilen ihre Befehle aus. Noch drängt ſich Alles durch⸗ einander, aber bald wird der Tod die Reihen lichten, und dann wird ſich Ordnung finden.
Vorſichtig hatte man einem jeden Soldaten ein Täfelchen mit ſeinem Namen mitgegeben, jetzt wurde es dadurch leichter, die Gebliebenen in die Verluſtliſten zu bringen. Mancher rettete ſich das Leben durch das Verbandzeug, welches milde Frauen jedem Einzelnen noch beim Ausmarſch aus der Heimath zugeſteckt hatten. Von den Bewohnern Lothringens we⸗
auf keine Hilfe zu hoffen. Aus Furcht vor den Deutſchen hatten
ſie faſt ſämmtlich ihre Wohnſitze verlaſſen und waren in die Feſtung geflüchtet. Uud dennoch hatten ſie Nichts zu befürchten.
Die Soldaten erhielten ihre Rahrung aus den Proviantkolonnen,
und keinerlei Kriegsſteuern wurden erhoben. Zwei Schreiben welche der König an die Lothringer erließ, verſcherten ſie des beſten Schutzes, ſofern ſie ſich nur jeder Handlung enthielten, die den Truppen Schaden bringen könnte. Jede Lieferung wurde baar bezahlt, ſomit hätten die Leute ſchon zufrieden ſein können, wenn nicht die Furcht alle Seelen ergriffen hätte.


