Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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dem Schlachtfelde, auch General von Kraushaar fiel hier, doch manch brechendes Auge blickte verklärt zu der lichten Sonne em⸗ por, beleuchtete ſie doch den Sieg. Die Franzoſen wichen vor den ſächfiſchen Helden von St. Privat zurück, das feſtungsähnlich verſchanzte Dorf, ein gänzlich zerſchoſſener Trümmerhaufen, wurde von den Sachſen und den neu vorſtürmenden Garden genommen. Gräßlich war der Kampf unter den rauchenden und zuſammen⸗ krachenden Häuſern, aber ſein Ende war Sieg, Sieg der verein⸗ ten ſächfiſchen und preußiſchen Waffen. Inzwiſchen drängten die übrigen Truppen gegen Verneville und Gravelotte vor, gegen Verneville noch ein Theil der Garde und das neunte Armeekorps, aus den kernigen Schleswig⸗Holſteinern beſtehend, gegen Gra⸗ velotte das ſiebente und achte Korps, die ſchneidigen Weſtfalen und Rheinländer, von einzelnen Abtheilungen von Oſtpreußen, Mär⸗ kern und Hannoveranern unterſtützt.

Hier auf dem hügeligen Boden war es keine Kleinigkeit, den Granaten und Mitralleuſen entgegenzutreten. Zede dieſe Erder⸗ höhungen mußte einzeln genommen werden, jede färbte ſich roth von Blut. Es ſtieg ſich ſchlecht hinauf über die ſchlüpfrige Erde hinweg. Dort floß das Blut in kleinen Bächen hernieder, da gerann es zu Klumpen, dozwiſcen lagen einzelne menſchliche Glieder, wie ſie die platzenden Granaten vom Körper abgeriſſen hatten. Es war ein langer, furchtbarer Kampf. Schon ſenkte ſich die Sonne, und noch war hier, auf dem rechten Flügel der deutſchen Armee, keine Entſcheidung erzielt. Die furchtbaren Vor⸗ ſtöße der Franzoſen, welche hier ihre beſten Truppen aufgeſtellt hatten, wiederholten ſich unabläſſig, ſo oft und ſo blutig ſie auch abgewieſen wurden.

Näher und näher rückte das Nachtdunkel, das Schickfal des Tages hing daran, daß auch auf dieſem Theile des Schlachtfeldes ein vollſtändiger Sieg erfochten werde.

Es war nach dem Schlachtplan feſtgeſetzt worden daß die Pommern zur Entſcheidung des Kampfes gegen Abend auf dem Schlachtfelde eintreffen ſollten. Als nun die Vorſtöße der Fran⸗ zoſen, die hier in bedeutender Uebermacht ſtanden, gegen unſere

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