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Hemden und Strümpfe geben, und Nichts konnte gut genug ſein.
Daß viele der Bewohner von Metz lieber deutſch als fran⸗ zöſiſch ſprechen, gab den meiſten Anlaß zum Streite, man behan⸗ delte dieſe armen Lothringer, als ob ſie im Einvernehmen mit den Feinden wären und ſtrafte ſie für ihre Herkunft durch dop⸗ pelte Zahlungen und durch vermehrte Einquartierung. Alle öffent⸗ lichen Gebäude wurden vom Militär mit Beſchlag belegt, in den Sälen der Schulen ſtanden Pferde, das Bürgermeiſteramt wurde zu einer militairiſchen Kanzlei gemacht, im Theater belegten ſie alle Plätze für ſich und ihre Dirnen, und wehe dem hochgeſtell⸗ ten Bürger, der dieſen nicht alle Achtung erwieſen hätte. So gab man den Wunſch zu erkennen, ein Feſt zu feiern, ein Feſt in ſolch einer Zeit! Und dennoch mußte es geſchehen. Der große Rathhausſaal wurde herrlich geſchmückt, die Feldmarſchälle er⸗ ſchienen in ihren prächtigen Uniformen, die Militärmuſik ſpielte, die Damen waren in den glänzendſten Toiletten. Aber wer die Geſichter der hochgeſtellten und reichen Civiliſten ſah, wie ſie ge⸗ zwungen zu dem Feſte gingen, dem ward nicht luſtig dabei zu Muthe. Die Zudringlichkeit der Offiziere empörte die Bürger⸗ töchter, außerdem nahmen dieſe geſchlagenen Soldaten die erſten Stellen an der Tafel ein und prahlten mit Lorbeeren, die ſie erſt erobern wollten. Dies geſchah an dem Tage, an dem man Metz verlaſſen wollte, Friedrich Karl war noch weit, Bazaine hielt ſich für ſicher, er ließ ſeine Offiziere tanzen... aber bald ſollte ihnen anders dazu aufgeſpielt werden.
54. Kapitel.
Pange und Mars⸗la Tour.
Der Abmarſch der franzöſiſchen Truppen von Metz ſollte unter allen Umſtänden verhindert, ihre Verbindung mit Mae Mahon entſchieden vereitelt werden. Man paßte bei den Deut⸗ ſchen ſcharf auf. Demnach bemerkte die Avantgarde der Armee


