Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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des Generals Steinmetz ſchon am NRachmittage des vier⸗ zehnten Auguſt, daß unter den im Schutze der Feſtung liegenden Truppen eine auffallende Bewegung begann. Sie mel⸗ deten dies ſogleich ihren Offizieren, und dieſe richteten die Fern⸗ gläſer auf jenen Punkt hin. Welch eine herrliche Erfindung ſind dieſe langgeſtreckten Röhren mit den kleinen Stückchen Glas, ſie bringen uns die Sterne des Himmels nahe, ſie zeigten uns auch⸗ was die Rothhoſen da drüben vorhatten. Dieſe fühlten ſich ſehr ſicher unter dem Schutze ihrer Feſtungswerke, die rings herum zerſtreut liegen, was konnten ihnen die Deutſchen anhaben? Ge⸗ müthlich packten ſie ihre ſieben Sachen zuſammen, die Lokomotive war geheizt, mit Marſchiren brauchte man ſich nicht abzuquälen, es ging Alles ganz bequem, und das Beſte war, daß Friedrich Karls Armee ſich noch nirgends zeigte. Ja aber Steinmetz war da, der alte Eiſenbart, und als man ihm von jenen verdächtigen Be⸗ wegungen der Franzoſen Meldung machte, ging ein Zucken über ſein Geſicht er richtete ſich empor, mit Einem Male war eine jede Spur von Alter aus ſeinem Weſen verſchwunden, munter und friſch wie ein Jüngling ſprang er auf ſein Pferd, ritt zu den Vorpoſten, um ſelber zu ſehen, um was es ſich handelte. Wohl wußte er, daß der Neffe ſeines Königs unterwegs ſei, um ge⸗ meinſchaftlich mit ihm den Marſchall Bazaine in Schach zu hal⸗ ten. Doch konnte er es nicht über ſich gewinnen, ruhig auf ihn zu warten, während ſich die Franzoſen zum Abmarſch rüſteten. Er ſchickte zunächſt die Weſtfalen unter General Goltz voraus, das iſt ein kerniges Volk, dem er den erſten Angriff ſchon anver⸗ trauen konnte, wirklich packten ſie die Franzoſen mit Ungeſtüm an, und kaum war zwiſchen ihnen das Gefecht entbrannt, ſo rückten fünf Diviſionen ihnen nach. Einer ſolchen Macht gegenüber ſah ſich Bazaine genöthigt, nun auch mehr Truppen in das Feuer zu ſchicken, obgleich ihm ein ſolcher Zwiſchenfall im Augenblick der Abreiſe ſehr unbequem ſein mochte. Bald knallten die Geſchütze von beiden Seiten, und heftig entbrannte der Kampf. Die Fran⸗ zoſen, die gleichſam zu Hauſe waren befanden ſich in der gün⸗ ſtigſten Lage. Vor ihnen erſtreckten ſich die zu der Feſtung ge⸗ hörenden Schützengräber. Die Deutſchen mußten jedes dieſer

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