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meinſame Vaterland in einer furchtbaren Gefahr zu ſchützen. Es war ein großer Wettkampf, ein Jeder ſtrebte nach Auszeichnung, Nord⸗ und Süddeutſche überboten ſich in Heldenmuth und Aufopferungs⸗ fähigkeit,— das gemeinſam vergoſſene Blut bildet ein unauf⸗ lösliches Band der Zuſammengehörigkeit, und Deutſchlands Ein⸗ heit wurde auf Frankreichs Schlachtfeldern durch Bayern, Sachſen, Würtemberger, Badenſer und Heſſen erkämpft.— Indem ſie die Franzoſen beſiegten, erweiterten ſie den Norddeutſchen Bund, er kann eben als ſolcher nicht mehr beſtehen, das ganze Deutſch⸗ land ſoll es ſein, ſo weit die deutſche Zunge klingt, und niemals wieder ſoll ein Zwiſt die deutſchen Herzen auseinanderreißen. Und ſo ging es weiter nach der Moſel hin. Hier und da fing man einen Ueberläufer ein, heimlich ſandte man Spione aus, unaläſſig wurde Bazaine und jede ſeiner Bewegungen beobachtet. So erfuhr man denn als ziemlich ſicher, daß dieſer ſich überaus beeilte, Metz zu verlaſſen. Er kannte das Herannahen des feind⸗ lichen Heeres und zitterte davor; bald erfuhr er auch, daß es nicht nur eine einzige Armee war, die ſich ihm näherte. Dadurch wuchs ſeine Gefahr. Er mußte fort, mußte die Fühlung mit Mac Mahon wiedergewinnen, oder Alles war für ihn verloren. Deshalb ſchickte er Kundſchafter aus, welche ihm über das Herannahen der Armee des Prinzen Friedrich Karl berichten ſollten. Was ſie ver⸗ kündigten, klang ziemlich troſtreich: der Prinz war noch nicht da. Bazaine athmete auf. Er, Canrobert, Leboeuf und die ihnen untergebenen Generäle ordneten in Eile ihre Truppen. Es war eine Luſt für die Einwohner von Metz, als ſie ſich zum Abmarſche anſchickten. Freilich fürchteten ſie ſich vor den Deutſchen, doch wie hätte die Laſt deutſcher Einquartierung größer ſein können, als die Qualen, die ihnen ihre eigenen Landsleute bereiteten? Dieſe waren eben die Herren der Stadt, Niemand durfte ſich wei⸗ gern, ihnen Alles zu geben, was ſie verlangten, ach und wie un⸗ geſtüm verlangten ſie es. Vor der Liederlichkeit der Offiziere war kein Mädchen ſicher, und die Ehegatten fürchteten für ihre Frauen, wie die Väter für ihre Töchter. Bazaine ſelbſt ging mit dem böſeſten Beiſpiel voran. Er ſchrieb faſt unerſchwingliche Lie⸗ ferungen aus, die Bürger mußten an die Armee Lebensmittel,
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