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die Leitung eines Menſchen. Folgt dann ein ſchleuniger Alarm da ſpringt der Reiter in den Sattel, da greift der Infanteriſt zur Büchſe, in zehn Minuten iſt Jeder an ſeinem Orte, da giebt es kein lautes Wort, kein Fragen, kein Drängen, ein Jeder weiß, was er zu thun hat, die Reihen ordnen ſich wie von ſelbſt, die Offiziere ſtehen oder halten zu Roſſe vor ihrer Front, ein einziges Kommandowort, und die ganze ungeheure Heeresmaſſe bewegt ſich lautlos und im angegebenen Schritte, als ob ſo viele Tau⸗ ſende von Menſchen ſich wie durch einen Fingerdruck regieren ließen. Das ſind die Wunder einer muſterhaften Organiſation, einer Disziplin ohne Gleichen. Bedenkt man, daß in dieſer un⸗ geheuren Kriegsmaſchine der kleinſte Theil ſich ſeiner Stellung bewußt iſt und weiß, daß er zum Ganzen mitzuwirken hat, ſo erklären ſich die Wunder, welche das deutſche Heer in dieſem Kriege geleiſtet hat.
51. Kapitel. In Nacht und Nebel.
Es war Abend. Feuchte Nebel lagen auf der Wieſe und ballten ſich am Fuße der Berge zu fantaſtiſchen Geſtalten zuſam⸗ men, man hätte glauben mögen, Erlkönigs Töchter zu ſehen, die ſich zum Tanz im Mondenſcheine verfammelten. Aus der Ferne vernahm man wirres Geräuſch, hier und da ſchimmerte vom Wald⸗ ſaume her ein Lichtſchein, die Wolken hingen trübe und ſchwer am Himmel, der Wind wehte kühl, zu kühl für dieſe Jahreszeit, das mochten die Pferde empfinden, deren ungeduldiges Wiehern man vernahm, das fühlten auch die Menſchen, die ſich dichter an die Feuer legten. Einſam war es auf der Wieſe.
Der Wind zerriß die weißen Nebel, die ſich bald um ſo dich⸗ ter über dem feuchten Boden zuſammenfügten. Da ging ein
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