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reich ein ſich mehr oder weniger erhebendes wellenförmiges Berg⸗ land, deſſen tiefe Thäler von Flüſſen durchſchnitten ſind.
Es kam den Soldaten zugute, daß ſie meiſt wackere Turner waren, die ermüden nicht ſo leicht, aber wurden jemals die Glieder lahm, dann ſtimmte Einer ein friſches deutſches Lied an, und im Takte ging es dann weiter bis an das Ziel. Da lag dern manch ein Söhnchen, das zu Hauſe die Matter nicht genug verhätſcheln konnte, Nachts auf kalter feuchter Erde, die Pferde kamen und fraßen ihm das wenige Stroh unter dem Kopfe fort, das ihm als Kiſſen diente, rechts und links ſchnarchten die Ka⸗ meraden, weiterhin vernahm man Militärſignale und den Ruf der Patrouillen, aber dennoch ſchlief es ſich gut unter dem Sternen⸗ himmel, bis der Morgen⸗graute, und ein kalter Thau die Glieder erſtarrte, dann, o wie ſchnell lernt ſich das, dann holten Einige Holz herbei, Andere machten das Feuer an, im Augenblick kochte das Waſſer in den Blechgefäßen, Mehlſuppe, Kaffe, Chokolade, was ein Jeder hatte, das Stück Kommisbrod ſchmeckte vortrefflich dazu, endlich zündete man die Cigarre oder Pfeife an und war ſeelenvergnügt, wie es auch weiter kommen mochte, ob man auf dem Lagerplatze blieb und ſich die Zeit mit Kartenſpielen vertrieb oder ob es weiter ging dem Feinde entgegen.
Noch ſchwerer hatte es die Kavallerie, die Pferde müſſen ge— putzt und gewartet werden, der Infanteriſt hat nur für ſich zu ſorgen, dem Reiter ſteht im Felde ſein Roß faſt eben ſo nahe, wie daheim ſein Weib und Kind, es iſt der beſtändige Gegen⸗ ſtand ſeiner Aufmerkſamkeit, und kommt er in's Quartier, ſo ſchafft er erſt dem Gaul ſein Futter, ehe er an ſich ſelber denkt, und geht es dem Thiere ſchlecht, ſo iſt dem Mann auch alle Hei— terkeit genommen.
Im Biwak bildet man den ſogenannten Stall, indem man alle Pferde neben⸗ oder hintereinander an die Bäume anbindet, oder ein Paar Pfähle in die Erde ſteckt, dieſe durch einen Strick verbindet und dahinter die Roſſe, ſo gut oder ſo ſchlecht es geht, verwahrt. Verläuft ſich eins, wenn die Trompete zum Sammeln bläſt, kommt es ſchon wieder, aber gewöhnlich bleiben ſie bei einander, denn nur ungern geht ein Pferd durch die Nacht ohne


