Teil eines Werkes 
1. Band (1870)
Entstehung
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Uebrigen trugen und vergab ihnen, was man ſonſt an ihnen unerträglich fand.

Aber zugleich wetteiferten alle Stammesgenoſſen, denn ein jeder wollte das Beſte für das Vaterland leiſten. Wie kämpften Mecklenburger, Sachſen und Bayern, wie ſchlugen Hannoveraner, Heſſen, Würtemberger, Badenſer und Thüringer drein, und vor allen Dingen, mit wie viel richtigem Verſtändniß ordneten ſie ſich den Führern unter, welche Preußen an ihre Spitze ſtellte. Das war ein Kommando, wie man es ſonſt in Süddeutſchland nicht kannte.

Hier, ſagte ein bayriſcher Offizier, habe ich noch keinen Marſch umſonſt gemacht, während ich im Jahre ſechsundſechszig, als es gegen die Preußen ging, nichts als unnütze Wege gemacht habe.

Und ein ſüddeutſcher Soldat, den der Kronprinz von Preußen belobte, ſagte ganz treuherzig:

Ja, Königliche Hoheit, wenn Sie uns Anno ſechs und ſechszig ſchon geführt hätten, da hätten wir die heilloſen Preußen auch geſchlagen.

So ſicher fühlten ſie ſich unter den jetzigen Kommandiren⸗ den, daß ſie in jedem Augenblick des Sieges gewiß waren. Das erleichtert die Arbeit. Es gab kein Murren bei den oft höchſt beſchwerlichen Märſchen, man tröſtete ſich mit dem Gedanken an die Nothwendigkeit, wenn es galt, nüchtern auszurücken und bis zum Abend zu laufen, ohne einen warmen Biſſen genoſſen zu haben.

In Böhmen, ſagte Moltke, haben wir durch die Kraft unſerer Arme geſiegt, dieſes Mal ſiegen wir durch die Geſchwin⸗ digkeit unſerer Beine.

Wirklich leiſteten die Truppen faſt Unglaubliches, ſie mar⸗ ſchirten im ſchnellen Schritte halbe Tage lang und waren am Abend doch noch bereit, in das Feuer zu gehen.

Die Wege waren oft kothig, oft lehmig und erſchwerten das Gehen, die Truppen mußten oft Hügel hinauf und wieder hinab, venn von den Vogeſen an bis zu der Marne bildet ganz Frank⸗

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