Teil eines Werkes 
1. Band (1870)
Entstehung
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ſchöpf Deiner Sünde und Schmach? Vor meinen Augen wurde es lebendig vergraben.

Zeſus Maria! ſchrie die Arme, womit habe ich das ver⸗ dient, daß meine Schuld ſich forterben mußte auf das unſelige kleine Weſen!

Womit Du es verdient haſt, ich will es Dir ſagen, ich, der Kardinal Antonio Undentino, ich Dein Onkel und Vormund, dem Du übergeben wurdeſt als die Letzte Deines Stammes, als die Erbin eines unermeßlichen Vermögens.

O dieſes unglückliche Geld war⸗ mein Slend, S die Kranke.

Wohl, ich gedachte Deine Seele Gott, dieſes Geld unſerer

Familie zu erhalten. Du aber warfſt Dich in die Arme eines wüſten Sünders.

Den ich liebte, den ich ewig lieben werde und dem ich rechtmäßig angetraut bin.*.

Du weißt es, er ſtarb durch meine Hand.

Ich weiß es, Ihr mordetet meinen Gatten, mein Kind. o um Chriſti Barmherzigkeit willen... mordet auch mich.

Nein, Du follſt leben, um unter meinem Zorn zu leiden, meine ganze Strafe zu fühlen.

Gnade, mein Onkel, o Gnade, und tödtet mich!

Unter einer Bedingung.

Ich kenne ſie und werde niemals darauf eingehen.

Noch heute verſchreibſt Du freiwillig, hörſt Du, freiwillig Dein ganzes Vermögen....

Nein nimmermehr! O dieſes Geld, das ich verachte, ſoll nicht dazu dienen, diejenigen noch mächtiger zu machen, die mir all mein Glück entwendet haben.

So fühle meine Rache!

Er trat auf ſie zu, mit eiſenſtarker Hand ergriff er ihren Arm und ſchleuderte das ſchwache Weib zum Bette hinaus, kraft⸗

os ſank ſie auf den kalten Fußboden hin, die Maske entfiel ihrem Geſichte und zeigte ein Antlitz das von der wunderbarſten Schönheit, aber todtenbleich war.

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