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— Sie wird mir überlaſſen bleiben, verlaſſen Sie ſich darauf, daß ſie nicht ſterben wird, ehe... Leben Sie wohl, mein Diener ſoll Ihnen das Haus öffnen, an der nächſten Ecke finden Sie Ihren Wagen. Der Arzt warf einen zögernden Blick auf die ohnmäch⸗ tige Frau, an deren Hals er eine merkwürdige runde Narbe bemerkte, doch als der ſeltſame Fremde ihm die Thür öffnete, ſah er ſich genöthigt, der Weiſung zu folgen Draußen raffte Iſidor des Packet mit dem wimmernden Kinde auf und verließ mit ſeinem Herrn das unheimliche Haus. Sie gingen durch die vordere Thür, die der taube Diener hinter ihnen ver⸗ ſchloß. Sorgfältig ſahen ſie ſich nach allen Seiten um es war eine der bekannteſten und belebteſten Straßen, in welcher ſie ſich befanden. Genau merkten ſie ſich die Lage und Nummer, des Hauſes und fanden ihren Wagen mit dem kaum aus ſeiner Betäubung erwachten Kutſcheb i der bezeichneten Stelle.
— Nach den Tuilerien! tif der Arzt ihm zu, und fort raſſelte das Fuhrwerk in der Dämmerung des Morgens durch das beginnende Leben in dem geräuſchvollen Paris. Indeſſen lag die maskirte Dame immer noch in tiefer Ohn⸗ macht. Der Mann aber, der ſoeben ihr Kind hatte ermorden wollen, dem Alles daran lag, ſie ſelber ſeiner Rache aufzube⸗ wahren, ſtand vor ihr und betrachtete ſie mit düſterem Blicke. — Nein, ſagte er, ſie wird nicht ſterben, dies Glück iſt mir die Hölle ſchuldig, ſie wird leben, um ſich in jede Augenblick meines furchtbaren Zornes bewußt zu ſein, leben, um tauſend⸗ fach zu leiden, leben, um gliedweis zu ſterben, um mir die ein⸗ zige Wolluſt zu verſchaffen, die dieſes Leben mir noch bietet, die Wolluſt der ſtets erneuten, niemals verſiegenden Rachluſt.
Mit dieſen Worten zog er das Terzerol aus der Taſche, mit welchem er den Arzt bedroht hatte, und ſchoß es dicht an ihrem Ohre ab.
Mit einem ſchwachen Schrei fuhr die Unglückliche empor* — Mein Kind, rief ſie mit bebender Stimme wo iſt mei Kind? — Glaubſt Du, ich werde es am Leben laſſen dieſes Ge⸗


