Teil eines Werkes 
1. Band (1870)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ie durchſchritten den aufgeweichten Boden eines Parks, an deſſen Ende ihnen ein erleuchtetes Fenſter entgegenſchimmerte.

Es war ein hohes, graues Haus. Der Mann klopfte an die Thür, ein ſchlürfender Schritt ließ ſich vernehmen, dann öffnete ein Diener, deſſen Geſicht ſtier und faſt blödſinnig ausſah. Stumm

nickte er dem Eintretenden zu, der keine Frage an ihn richtete und ihm den naſſen Mantel auf die Schulter warf. Jetzt, bei dem Scheine der Laterne, welche der alte Diener trug, konnte der Doktor ſeinen Begleiter betrachten. Es war ein hochgewachſener Mann von ſtolzem Wuchs und feſter Haltung, ſein dunkles Haupthaar lag glatt und feſt um eine hohe, bleiche Stirn, Wangen, Mund und Kinn beſchattete ein ſchwarzer Bart, über die übrigen Theile des Geſichtes hatte er eine Sammtmaske gelegt. Auf einem Tiſchchen ſtand ein ſilberner Leuchter. Der Mann zündete die Kerze an der Laterne des Dieners an und ging die Treppe hihauf, durch mehrere Zimmer, die mit altmodiſcher Pracht 1 ausgeſtattet, aber dunkel und kalt waren. Endlich ſtanden ſie vor einer Thür durch die ein dumpfes Stöhnen drang. Der Doktor war an Klagelaute gewöhnt, doch vor dieſen ängſtlichen Tönen erbebte ihm das Herz in der Bruſt. Der fremde Mann ſtieß die 5 Thür auf und trat in das Gemach, die beiden Männer folgten ihn Es war ein hohes, großes Zimmer, aber kahl und unwohn⸗ ſch. In dem Kamin brannte ein Feuer, darüber hing ein Keſſel, in welchem Waſſer brodelte, ein Tiſchchen war mit Leinenzeug be⸗ deckt. Sonſt enthielt das Zimmer nichts, als ein mit dunklen Vorhängen verhülltes Bett. Hinter dieſen Vorhängen drangen die Klagelaute hervor 3. Mann ſchuddie Se auseinander. Ein ſeltſam

Kiſen lag ein Weib und wand ſich in efügen Fr Geſicht war miteinet Maske bedeckt, und die Starw⸗ ieſes ünſilchien Witlitzes ſtach ſondetbar ah gegen die krampf⸗ n Zuungen des Leibes, gegen das Aechzen und Stöhnen. Sie ko n von einer Entbindung, ſagte der frende

Si rden Nöthigen verſehen ſein, bei eine⸗ ½ 6* hig rſehe