Teil eines Werkes 
1. Band (1870)
Entstehung
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Es iſt ein Befehl, es iſt ſogar eine Drohung. Sie werden mir folgen, Doktor, ſage ich.. Der Doktor ſah in der Hand des fremden Mannes ein Terzerol blinken; er ſah, daß dieſe Nacht noch ſchlimmere Gefahren in ſich barg, als die, welche der Sturm verurſachte. Iſidor hatte ſich zu dem ächzenden Kutſcher niedergebeugt, ohne jedoch ein Wort des ſelt⸗ ſamen Geſpräches zu verlieren. Schnell überſah er die Gefahr. Der Fremde hatte die ohnedies ſcheuen Pferde tollgemacht, indem er ihnen plötzlich ſeinen ſchwarzen Mantel um die Köpfe warf, noch hielt er ſie mit mächtig ſtarker Hand bei dem Gebiß feſt, ſie ſchnauften und ſtampften, aber ſie ſtanden. Wer konnte der Mann ſein? Er fragte es ſich mit Aengſtlichkeit. Wer wagte es, ſeinen Herrn einen der geachtetſten Aerzte in Paris, zu einem nächtlichen Beſuch zu zwingen? Der Doktor blickte mit Ruhe auf die Waffe.

Ich fürchte den Tod nicht, den ich in allen Geſtalten kennen gelernt habe, ſagte er, und ſchrecke nicht vor Drohungen zurück, aber ich ſehe, daß Sie nothwendig eines Arztes bedürfen, und nicht aus Furcht vor Ihnen, ſondern aus Menſchenliebe und gemäß den Pflichten meines Berufes bin ich bereit, Ihnen zu folgen

doch nicht ohne meinen Diener.

Gut, Iſidor mag Sie begleiten, war die kurze Antwort.

Woher wußte der Mann den Namen des Dieners? Der Doktor ahnte nicht, daß ſein Geſpräch mit dieſem belauſcht wor⸗ den war..

Der Fremde ſteckte das Terzerol ein, hüllte ſich in ſeinen 3 Mantel und winkte dem Aczt, neben ihm zu gehen. Iſidor folgte nicht ohne Zittern und ließ den Kutſcher neben den Pferden, deren Zügel der Mann um einen Laternenpfahl geſchlungen hatte.

Sie gingen nur kurze Zeit, dann ſchloß der Mann ein Haus auf, aber er ſtieg nicht die Treppe hinauf, fondern ſchritt durch einen,. 1 51 engen Hof, wo eine kleine Thür abermals in eine Gaſſe führte. 1. Der Arzt und Iſidor blickten ſich fragend an, obgleich ſie ſchon lange in Paris lebten, wußten ſie nicht mehr, wo ſie ſich befanden. Es war ein ſchmaler Weg zwiſchen Gärten, den ſie dahin ſchritten. Der Wind beugte die noch kahlen Kronen der Bäume und rüttelte an den Zäunen. Abermals ſchloß der Mann ein Pförtchen auf,

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