lehnte er ſih einen Augenblick gegen einen Pfoſten, ihn fror, und dennoch liof der Schweiß von ſeiner Stirn, er fühlte ſich er⸗ müdet und wußte dennoch, daß er wieder weiter muſte.
Plötzlich bemerkte er einen lichten Schein, der über die Straße fiel. Sogleich zog er ſich tiefer in den Schatten zurück, er mochte gute Gründe haben, einer Jeden Begegnung auszuwei⸗ chen. Dennoch beobachtete er ſcharf, woher der ein kam
Aus der Thür eines nie drigen und ärmlichen Hauſes trat ein Mann, der, gleich ihm, in einen dunklen Mantel gehüllt war, und der gleich ihm gegen den Wind kämpfte. Nach allen Seiten blickte er ſich um, dann ſtieß er einen leiſen Pfiff aus. Sogle ich
rat ein dritter Mann aus dem Dunkel eines alten Bretterzauns hervor und auf den Pfeifenden zu.
— Iſt die Sache in Ordnung? fragte er.
— In Ordnung? rief der Andere, indem ex ein kurzes La⸗ chen laut werden ließ. Wir hätten ebenſo gut zu Bette gehn und ausſchlafen können, als uns ſolch' einer verfluchten Sturm⸗ nacht ausſetzen.
— Wie ſteht es mit dem Kinde? fragte Jener weiter
— Todt, lachte ſein Gefährte, todt,.. und nochoben drein ein Mädchen.
— Und die Mutter? — Liegt in den letzten Zügen. Du haſt ihr doch ſoviel als möglich Hilfe angedeihen
Licht
laen?
— Stirbt ſie darum weniger? War Ihr Mittel nicht gut? Kommen Sie nach Hauſe, Doktor, wir müſſen uns Anderem umſehen.
— Du weißt, die Sache läßt ſich nicht länger verſchieben ich habe ſchon zu lange gewartet.
— Ja, es iſt verflucht, daß der ſchlau angelogte Plan i die Brüche ging. Aber beruhigen Sie ſich, Herr Doltor, es giebt noch mehr Mütter, an denen die Welt nur wenig verliert, wenn ſie im Kindbettfieber ſterben, indeſſen für ihre Nachkommonſchaft geſorgt wird. Kommen Sie nach Haus.
— Wo ſteht mein Wagen, Iſidor?
nach etwas


