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machte das Fenſter auf, und ſah hinaus. Es war Niemand zu ſehen, uͤberall war es ruhig und hell. Sie kehrte zu dem Bette zuruͤck, doch hatte ſie ſich noch nicht niedergelegt, als das dreimalige lei⸗ ſe Klopfen zum dritten Male erklang. Sowie der letzte Schlag ſchwach aber deutlich ertönte, hatte ſie das Fenſter wieder erreicht; doch ringsum war alles ſtill wie vorher. Aber ihre Phantaſie war ſonderbar bewegt und rief ihr Anna's bleiche Geſtalt, den Rosmarinkranz zer⸗ pfluͤckend, vor die Seele. So ſchlief ſie ein; aber wie ſonderbar auch Traum und Wirklichkeit ſich in ihrer Phantaſie ver⸗ miſcht, hielt ſie ſich doch am Morgen, und immer nachher von der Wirklichkeit des Klopfens im Innern uͤberzeugt.
Dennoch verging ein ganzes Jahr, ehe ſie durch irgend einen Umſtand an dieſen Vorfall erinnert wurde. Da ward


