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Zweifache Treue : Erzählung / von L. Kruse
Entstehung
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fung, damit die bald verklaͤrte Heilige dort oben keine Sehnſucht nach der Erde beruͤhren ſollte, reichte ihr noch einen Becher, deſſen herben Inhalt ſie mit ſanfter Demuth leerte. In einer, in ihrem Hauſe ſelten ruhigen Nacht erging an ſie ein ſonderbarer Ruf. Es war ihr, die ahnungslos aber ſinnend von ihrem ſtillen Lager in den hellen Mondſchein hinaus ſah, als hoͤre ſie auf einmal von außen an die Scheiben des von der Straße ſehr hohen Fenſters ein dreimali⸗ ges leiſes Klopfen, als geſchaͤhe es mit einem ſehr unerheblichen Werkzeuge. Auf⸗ merkſam dadurch gemacht, richtete ſie ſich im Bette in die Hoͤhe, und ſtarrte ge⸗ gen das Fenſter. Da erklang zum zwei⸗ ten Male das dreimalige Klopfen. Auch ihr Gatte hatte es gehoͤrt.»Was iſt das, Fanny« ſagte er des klopft

jemand.« Sie ſprang aus dem Bette,