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Zweifache Treue : Erzählung / von L. Kruse
Entstehung
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196 dem vor Wehmuth uberquoll. In mancher ſtuͤrmiſchen Herbſtnacht floh der Schlaf ihr Auge, waͤhrend ſie mit aͤngſtlicher Beklommenheit der Armen gedachte, die ein gewiſſes Grab, unter Leiden und Jammer, in den aufgeregten Wellen vor Augen ſahen, oder im Winter, wenn das Eis die beladenen Schiffe an dem eben ſo kuhnen als gefährlichen Unterneh⸗ men, trotz des Auflauerns feindlicher Schiffe das ſo nöthige Korn dem ge⸗ liebten Vaterlande in einem ſpätern Zeit⸗ punkte zuzufuͤhren, verhinderte; ſo auch, wenn eine ferne Feuersbrunſt den Pim⸗ mel roͤthete, verging ihr Herz in Jam⸗ mer um die Unglucklichen, welchen Huͤl⸗ fe zu ſpenden ihre beſchraͤnkte Lage ihr nicht erlaubte. Was ihr ſelbſt übles be⸗ gegnete, ſchmerzte ſie nicht. Allein das verſchmähte irdiſche Gluͤck, um ſich zu raͤchen, oder vielmehr eine höhere Prü⸗