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Zweifache Treue : Erzählung / von L. Kruse
Entstehung
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die unſichtbar einen neckenden Taumel er⸗ regten, von dem Alle geſtoͤrt wurden, nur Soelland nicht, der nie etwas davon ver⸗ nahm. Der ruhige klare Verſtand der ge⸗ bildeten Frau, die Unerſchrockenheit des aufgeklaͤrten Bruders gaben ſich vergebliche

Muͤhe einen vernuͤnftigen Grund zu ent⸗ decken, wodurch das Unerklärliche erklaͤrt werden konnte; aber alle Verſuche ſchei⸗ terten auf eine faſt laͤcherliche Weiſe. Zu⸗ letzt gewohnte man ſich daran, und ließ alles gut ſeyn. Endlich wurde der Bru⸗ der in einer entfernten Provinz angeſtellt. Es betrubte ihn tief, von der Schweſter ſcheiden zu muͤſſen, deren einzige Stütze und Vertrauter er war. Sie ſchien es weit leichter zu nehmen.Wenn Du nur gluͤcklich wirſt le ſagte ſie gelaſſen. über ihr Geſchick war ſie im Klaren. Kein eig⸗ nes Leid ſchien mehr ihre Bruſt zu bewe⸗

gen, obgleich dieſe noch immer bei frem⸗ 13*.