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Zweifache Treue : Erzählung / von L. Kruse
Entstehung
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194 ze Stadt billigte. Er allein vernahm ihn gelaſſen, faſt gleichgultig. Seine körper⸗ liche Herſtellung nahm zwar immer zu, doch ſchien ſein Geiſt von einem ſtarren Stumpfſinn befallen, der nie mehr auf⸗ hoͤrte. Er war noch immer abſprechend, verdrießlich, voll kleinlicher Launen. Die Anweſenheit der Kinder ſchien ihm nicht mehr beſchwerlich zu fallen, doch gab er ſich nie mit ihnen ab. Die alte Rohheit ſprach wohl noch aus allen ſeinen Auße⸗ rungen, allein die aufbrauſende Heftig⸗ keit, die wilden Ausbruͤche ſeines Jah⸗ zorns waren verſchwunden. Aber es ſchien, als wäre er von böſen Geiſtern beſeſſen ge⸗ weſen, die aus ihm und dem erleichterten Gewiſſen verbannt, ihn noch immer mur⸗ rend und tobend umſchwebten, als koͤnn⸗ ten ſie die ihnen einmal beſtimmte Beute nicht ganz fahren laſſen. Es war, als zö⸗

gen nachtliche Geiſter durch das alte Haus,