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gegen den Volkstumult die Beſatzung unter Gewehr treten
mußte und Huſaren die Wagen begleiteten, in denen wir
Mainz verließen? Unter Verwünſchungen ſchimpfender,
ächzender, wehklagender Volkshaufen gegen den Papſt war⸗
fen wir uns die letzten Scheidegrüße zu.——— Ach
der ſchönen Zeit, der beſten Jahre, die ſeitdem verfloſſen
ſind! Horaz hat Recht, wenn er ausruft:„Wie rollen
flüchtig die Jahre hin! Frömmigkeit hält nicht die Run⸗
zeln und den Drang des Alters auf, noch den unbezwun⸗
genen Tod!“ Doch nein! Fort mit dem Gedanken an
den Tod! Wir ſtehen ja noch im ſchönſten oder beſten
Alter. Trinke, trink, Ignaz! Laß uns dem Wein, die⸗
ſem ſtummen Altersgenoſſen, zuſprechen, der an unſeren Erinnerungen mit ſeinem goldenen Blinken Theil nimmt. Er hat noch, wie wir, die Kraft des Geiſtes bewahrt, wenn er gleich ſchon etwas Altersbitterkeit
hat, die wir uns noch vom Leib oder von der Seele
abwehren.
Sie tranken. Garzweiler war durch die Erinnerungen des Freundes nachdenklich geworden, und Chambion, vone 1 dem haſtig genoſſenen Wein angeglüht, fuhr fort: c n
Ja, Ignaz! Mannesleben iſt ſo kurz nicht, als man glaubt, wenn man es nur richtig braucht und richtig ſchont. D'rum laß uns auf die Erlebniſſe der nächſten neunzehn Jahre trinken, in denen wir uns noch wacker halten können!
Garzweiler ſchlürfte, und Chambion ward immer wär⸗ mer und weicher.— Eins fehlt uns, ſprach er, ſich um⸗ ſchauend leiſe,— Familie fehlt uns, Freund! Ach, was 3 bin ich manchmal meine Bücher ſo müde! Wie beneide ich 7*


