Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
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Erſchrocken öffnete er die Stubenthüre und blickte hin aus. Es vonnerte und blitzte, und er begab ſich lächelnd hinab zu den Seinigen.

Wie er eben ins Zimmer trat, bog der Hausherr, mit einem aufgeſchlagenen Buche in der Hand, das Knie zu den feierlichen Worten:Und das Wort iſt Fleiſch geworden und hat bei uns gewohnet; wie denn fromme Katholiken beim Gewitter den Anfang des Jo⸗ hannis Evangeliums zu beten pflegten. Der Pater ſtellte ſich hinter die Betenden und überzählte mit gefalteten Händen im Stillen die mitgebrachten Sachen, unter denen ein Kiſtchen mit feinen Weinen, Schachteln mit Leckerbiſſen

und Frauenputz für ſeinliebes Volk nicht vergeſſen waren

So raſch, als es heftig geweſen, zog das Wetter vorüber. Das Abendroth brach hinter dem abgeregneten Gewölk hervor, fiel durch die bewegten Baumzweige in das Gemach, und gaukelte über die ausgebreiteten Gaben, von denen der kleine Nazi ſeinen Antheil gleich nach dem Mund führte.

Gertrud hatte den Pfarrer Chambion benachrichtigt, und er kam zum Abendeſſen. Die alten Freunde aus dem Jeſuiten-Collegium umarmten ſich, und ſtimmten eine Jovialität an, die def ließ. Chambion, beider Rechte Doctor, war ein wohlbe⸗ häglicher Mann, dem die Rheinluft und ſein Benefiziat wohl anſchlugen. Ich hätte gedacht, du würdeſt mit deinem Kurfürſten nach Frankfurt machen, Ignaz! ſagte er.

Ich bin zu meinem eigenen Krönungsfeſte gefahren, erwiderte Garzweiler. Bin ich nicht unter majeſtäti ſcherem Geſchütz eingezogen, als der Kurfürſt in das Kom

arrer natürlicher, als dem Pater