Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
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ten hinaus ſchlafend von der Morgenſonne geweckt würde. Noch einmal umarmte der erſchütterte Mann die frohge⸗ ſchäftige Mutter und liebkoſte den Knaben auf ihrem Arme. Sie reichte ihm das Kind zum zweitenmal, und ſchon widerſtrebte es nicht mehr, ſondern vertraute, mit lächelndem Blicke nach der Mutter, der Herzlichkeit des fremden Mannes! Gertrud ſah heiter und ſtolzen Blickes drein; doch Garzweiler, der eine aufſteigende Rührung im Auge fühlte, gab ſchnell den Knaben zurück, und öffnete den Kleiderſchrank. Kaum aber hatte ſich Gertrud ent⸗ fernt, ſo riß er ungeſtüm das Fenſter auf, als ob er an dem Wetter draußen ein Gleichgewicht gegen den inneren Sturm ſuchte. In dieſem Augenblicke brach ſich die Wet⸗ terwolke, und ein Platzregen rauſchte durch das dunkle Laub des Nußbaumes, durch die breiten Aeſte der Aepfel bäume nieder. Das geſchorene Gras und die blühenden Nachtſchatten dufteten empor; der Sturmwind ſtürzte durch das Fenſter in die weit athmende Bruſt des bewegten Mannes. Er breitete die Arme zwiſchen den Fenſterflü⸗ geln, und ſtarrte in das rauſchende Laubdach des Gartens Blitz auf Blitz, Schlag auf Schlag des über ihm rollen den Wetters ermuthigten ſein Herz. Er warf den ſchwar zen Ueberrock prieſterlichen Zuſchnittes von ſich, und nahm aus dem Schrank einen aufbewahrten Anzug. Bald ſtand er da wie ein wohlausſehender Pachter, und indem er die abgelegten Stücke in eine Ecke des Schrankes ſchob, rief er ungeſtüm:

Heilige Natur, weihe mich mit deinen Wetterſchauern zu den beſeligenden Namen des Vaters, der Tochter und des Enkels!

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