Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
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Der kühne Burſche fand ſeinen Stolz darin, nicht immer mit eigenen Armen zu rudern, ſondern auch zuweilen dienſtbare Leute unter ſich zu haben, und wie ein See⸗ kapitain ab- und zugehend, mit Anordnen und Befehlen den vornehmen Herrſchaften aufzuwarten. Da er billige Miethpreiſe gefunden hatte, und gute Bezahlung von ſei⸗ nen reichen Kunden nahm; ſo ſtand er ſich ſehr wohl da bei; was er auch durch einen gewiſſen Uebermuth und ſeinen etwas phantaſtiſchen Anzug merken ließ. So trug er gern feine weite Schifferhoſen unter einer knappen, ro⸗ then Jacke und eine Mütze mit Blumen oder Federn be⸗ ſteckt; er wechſelte gern den Anzug, und ſchien es zu wiſ ſen, daß er ſich in jedem durch ſchlanken Wuchs und das bräunliche, ſcharf und edel geſchnittene Geſicht mit den lichtbraunen Augen vortheilhaft ausnahm. Wenn ich den Damen gefalle, ſagte er, und die Cavaliere ihre Schäkerei mit mir haben; ſo ſoll es mir auch etwas ein⸗ tragen. Wer weiß, was es mit der Zeit zu verdienen gibt! Die Revierförſter haben Windfälle: können die Schiffer keine Waſſerfälle bekommen?

Wenn dir nur die Kriegsfälle keinen Strich durch die Rechnung machen, guter Jean Baptiſt, erinnerte Garz weiler.

Krieg? Glauben Sie wirklich, Herr Pater? fragte der Schiffer ſehr geſpannt. Sie verſtehen's: auf unſere Schoppenkannegießer geb' ich nicht viel.

Ohne Zweifel gibt es Krieg! antwortete der Geiſtliche. Und die Franzoſen gehen luſtiger daran als die Deutſchen. Haſt du nicht von dem Jubel gehört, wie die Pariſer den Antrag des Miniſters Dumouriez aufgenommen