Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
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vor mir gehabt, und ſie waren gar nicht ſo hochmüthig gegen mich, Herr Pater. Sie haben geplaudert und geſchmunzelt, und ich hab's ihnen manchmal an den Augen angeſehen, daß ſie dachten:Wenn der Musje Jean Baptiſt nur ein Domherr wäre! Ei nun, das ließ ich mir auch gefallen, und wollte meinen Mann ſchon machen.

Beſſer du hältſt dich an bürgerlich Blut, ehrlicher Jean Baptiſt! ſagte Garzweiler.

Wie man's nimmt, Herr Pater! ſeufzete der junge Schiffer. Wiſſen Sie, was ſchlimm iſt? Daß man in Mainz für Geld zu viel haben kann. Was die Einen lüderlich ausgeben, ſuchen die Anderen niederträchtig zu bekommen. Sie glauben nicht, Herr Pater, wieviel vor nehme Schuld und wieviel bürgerliche Kriecherei in dem alten Mainz ſteckt. Und was die Weiber angeht; ſo ſind ſie bei Hof zu herrſchſüchtig nach unten, und im Bürger⸗ ſtande zu dienſtwillig nach oben. Soviel iſt gewiß: von Hof, und aus den Prälaturen, und aus den Kollegiat ſtiftern fließt kein klares Waſſer. Forellen halten ſich darin nicht, und ich möchte keine Nonne heirathen blos auf ihren weißen Schleier hin. Ja, wenn ich eine Braut fände, wie mein Bäschen Fides!

Er ſchwieg, und der Pater, dem dieſe Erinnerung weniger anmuthig als dem Schiffer ſein mochte, brachte dieſen wieder auf ſein Geſchäft. Jean Baptiſt plauderte mit ehrlichem Behagen über ſeine Projecte. Er hatte die Gunſt ſeiner Bekanntſchaften und des vielen Zuſpruchs benutzt, mehrere verdienſtloſe Schiffer in Sold zu nehmen oder ihre brauchbaren Fahrzeuge zeitweiſe zu miethen

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