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Der Jammer der Baronin darüber, daß ihr Sohn
von Handwerkern,— von ſo niedern, ſchmuzigen Hän⸗ den mißhandelt worden, grenzte ans Lächerliche.— Welche
Kränkung, rief ſie wiederholt aus, welche Schmach für unſere Familie! Ich bitte dich, mein Sohn, wie biſt du nur auf ſolche Wege gekommen?
Der Herr Baron hatte einen der Profeſſoren beehrt, erklärte Garzweiler, und gerieth bei der Rückkehr aus dem Univerſitätsgebäude ins Gedränge des Pöbels.
Einen der Profeſſoren? rief die Mutter. Was haſt du denn mit den Univerſitäts-Profeſſoren zu ſchaffen? Wofür haſt du denn auf der Ritter⸗Akademie ſtudirt?
Aber der Kurfürſt, Frau Generalin! lachte vom Fen⸗ ſter her die Blonde. Was wird er zu der kleinen mainzer Revolution ſagen?
Der Kurfürſt muß uns Satisfaction ſchaffen, meine theure Coudenhove! rief die Baronin⸗Mutter. Sie müſſen ſich meines Sohnes annehmen, müſſen die Ehre unſeres Hauſes retten.— Dieſer Foderung ſtimmte der geiſtliche Rath bei. Mit einem vertraulichen Winke meinte er, Seine hochfürſtlichen Gnaden müßten jedenfalls etwas thun, um den Herrn Baron allenfallſigen Neckereien des Adels und der Emigranten voraus zu entziehen. Man könnte ſich Scherze und Anſpielungen erlauben, die zu einem Chrenhandel führen müßten; das würde aber unterbleiben, ſobald der Kurfürſt einen Act der Auszeichnung, des Wohlwollens an dem Herrn Baron übte.
Ja, ſolche Satisfaction kann man uns nicht verſagen! rief immer wieder die Mutter. Sehen Sie nur, wie mein Sohn ausſieht!
Koenig, Clubiſten in Mainz. I. 2


