Teil eines Werkes 
1. Theil (1847)
Entstehung
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beſuchten, Herr Baron, hatten Sie dieſen Hang noch nicht. Erſt in Göttingen haben Sie dieſen Geſchmack an⸗ genommen. Seit Sie von dort zurück ſind, ſtehen Sie zwiſchen Poeſie und Philoſophie, träumeriſch, wo Sie ei gentlich anbeißen wollen. Und eine ſo ſchöne Laufbahn im Staatsdienſte läge vor Ihnen! Der Kurfürſt hat ein gnädiges Auge auf Sie gerichtet; wir haben ihm Ihre ſchönen Gaben und Kenntniſſe gerühmt.

Wir? Wem bin ich unter dieſer Bezeichnung ver⸗ pflichtet? fragte Franz Karl wegwerfend.

Ich rede im Namen Ihrer verſchiedenen Gönner. Und daß Seine hochfürſtliche Gnaden auch mir einiges Ver trauen ſchenken

Ich danke Ihnen, hochwürdiger Beichtvater meiner Mutter! Nur ſchweigen Sie mir noch von all' dergleichen Geſchäften!

Noch, Herr Baron? Sie haben Ihr fünfundzwan⸗

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zigſtes Jahr zurückgelegt!

Davon habe ich mehr als eins mancher Kränklichkeit opfern müſſen, erwiederte Baron Walbrun. Das hat mich verſpätet: ſoll ich mich darum übereilen? Erſt will ich leben und mich freuen, ehe ich im Joche des Dienſtes gehen muß. Ich weiß ſchon, ihr wollt gern eure mainzer Politik zum Ritter ſanct George rüſten und den Lind⸗ wurm der pariſer Revolution bekämpfen. Mich wollt ihr unter die Schildknappen ſtecken, mir eine Feder in die Hand geben, und ich ſoll nun dem gottloſen Drachen wenigſtens in den giftigen Schwanz ſtechen helfen, mit dem er neben dem Adel auch die Pfaffen wegzuſchwip⸗

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